Druckschrift 
2 (1853) L - Z
Entstehung
Seite
699
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GRAFEN V. YRSCH.

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Grafen v. Yrsch.

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fingern.

Besitz: das Rittergut Gimborn; das Fideicommiss Freiham; die Rittergüter Solu, Wam-berg und Königswies; Reithenaibach etc.

Wappen: qtiadririer Schild mit Mittelschild. Im gekrönten, grünen Mittel-schildc ein bis an die Herzstelle reichender, goldener, oben mit einem silbernen,6 eckigen Stern besetzter Sparren. 1 und 4 in Blau ein 6 eckiger, guldener Stern;2 und 3 in Silber ein mit einem kurzen, blauen Jäckchen und langen, blauenBeinkleidern bekleideter, vorwärtssebender, ungarischer Landmann mit entbiössterBrust. Derselbe trägt um den Leib einen golden Gürtel, dessen beide Enden linksfliegen, und auf dem Kopfe eine schwarze, ungarische Mütze, von welcher der obere,goldene Thcil rechts herabhängt. Die beiden Arme werden eingebogen und auswärtsemporgestreckt, und die rechte Hand hält einen eisernen Spitzhammer, die linkeeinen rothen Stern. Auf der Grafenkrone stehen drei gekrönte Helme. Der rechteHelm trägt einen offenen Adlerstlug, dessen rechter Flügel von Blau und Silber,der linke von Gold und Schwarz quergelheilt ist; zwischen beiden schwebt derStern des 1. und 4. Feldes. Auf dem mittleren Helme steht ein doppelter, schwarzerAdler mit goldenen Scheinen und Waffen, und aus dem linken Helme wächst derungarische Landmann, ganz wie im 2. und 3. Felde, empor. Anstatt der Helm-decken sind Schild und Helme bis zu den Kronen mit einem rothen, mit goldenenFransen besetzten und silbern gefütterten Wappenmantel umgeben, und den Schildhallen zwei einwärlssehende, gekrönte und doppelt geschweifte, goldene Löwen.

Die Grafen v. .Yrsch stammen aus einem allen Adelsgeschlechlein Ungarn, welches sich im 16. Jahrhundert nach Bayern ins Neuburg-sche und später in die Rheinpfalz und nach Baden verpflanzte. Ferdi-nand v. Yrsch, herz, pfalz-neuhurgscher Geh. Rath und Gesandter anverschiedenen deutschen Höfen, erhielt vom Kaiser Leopold I. 1690 denFreiherrenstand. Der Sohn desselben, Johann Ferdinand , Freiherr, warkurpfülz. Geh. Rath, Kammerpräsident und Lehenpropst im HerzogthumNeuburg. Von Letzterem stammte Johann Nepomdk , gest. 19. Juni 1811,k. bayer. w. Geh. Rath, welcher, namentlich wegen seiner Verdienste umdie Landescultur, vom Kurfürsten Carl Theodor v. d. Pfalz als Reichs-verweser 15. Jan. 1792 in den Reichsgrafensland erhoben wurde. Ausder Ehe mit Johanna Sophie Freiin v. Gennningen-Guttenberg-Fürfeld, geb.