Druckschrift 
2 (1853) L - Z
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Es ist eine tief begründete Pietät, und alle Zeiten und alle Völkerbieten den Beweis, dass man Gedäcbtniss und Bild der Vorfahren nichtschwinden lässt; es hat noch immer wohlgethan , wenn man die Reihenseines Geschlechtes nachweisen konnte, und das Gefühl, eines alten Ge-schlechtes Sprosse zu sein, ist stets ein erweckendes und kräftigendesgewesen, denn es ist nicht ein leeres Wort seiner Almen werth zu sein !"

G. M. C. MASCH (Geschichte und Urkunden der Familie v. Kardorff.

Schwerin 18 50. V. u. VI.)

Unter dem Wunsche, dass die vorstehenden inhaltsschwerenWorte meines sehr geehrten, gütigen Freundes von den Leserngetheilt werden mögen, übergebe ich den zweiten Band der vonmir übernommenen Arbeit: Deutsche Grafenhäuser der Gegenwart,der Oeffentlichkeit und sehe, nicht ohne sehr grosse Freude, eindem Herrn Verleger gegebenes Wort, so weit derselbe wünschte,ehrlich eingelöst.

Sehr gefasst auf grosse Schwierigkeiten bei Lösung diesesWortes, fand ich doch bei der Arbeit seihst weit grössere, als ichvorausgesehen hatte, wenn mir auch, wie ich dankbar gestehe, eineUnterstützung zu Thcil geworden ist, welche jede billige Erwartungweit übertraf. Aus der Mitte sehr vieler Familien sind mir fürdiesen zweiten Band aus ganz freiem, sehr zu ehrendem Willen diewichtigsten Papiere eingesendet worden, welche es möglich machten,dass meine Arbeit, wie nicht verkannt werden kann, viel Neuesenthält; die Beamten öffentlicher Bibliotheken, von welchen ich nament-lich die k. Bibliothek zu Dresden, die k. Bibliothek der UniversitätBonn, die Stadtbibliothek zu Leipzig in beiden Stämmen, dem ur-sprünglichen, so wie dem Pölitzschen Stamme, und die Bibliothek derUniversität Leipzig zu nennen habe, sind mir mit echt bibliothekari-scher Gesinnung und mit der grösstenGefälligkeit entgegengekommen;von den Familien, an welche ich selbst mich wendete, haben nur