Pelz aufgeschlagene Mütze trägt, deren mit einer Quaste geschmückterZipfel nach links und unten liegt. Die Helmdecken sind roth undsilbern, und den Schild halten zwei mit Laub umgürtete, einwärtssehende wilde Männer, welche in der freien Hand eine Keule hinterdem Haupte emporhalten. Gleich daneben steht a. a. 0. das Wappendes Matthias v. Berchem (s. oben) nach dem Diplom vom König Friedrich 1.von Preussen vom 18. Jan. 1701. Der Schild ist schrägrechts undin der oberen Hälfte der Länge nach gelheilt, dreifeldrig. Feld 1 er-giebl das berchemsche Wappen: der Abbildung nach im rothen Feldezwei silberne Pfähle. Feld 2 und 3, Helmschmuck, Schildhalter, vonwelchen besonders der rechts stehende, in Weiss und Roth gekleidete,interessant ist, etc. s. in der angeführten Abbildung.
Aus der drit len Familie v. Berchem stammen die Grafen v. Berchem.In heraldischer Beziehung ist für diese Familie Tab. 18 des drittenSupplements zu Johann Siebmachers grossem Wappenbuche die Haupt-quelle. Auf dieser Tafel stehen in der obersten Reihe neben einanderdrei diese Familie betreffende Wappen mit der Ueberschrift: ,,Die Edle,Adelich und des Heil. Rom. Reichs Freyherren v. Berchem zu Plueden-burg und Menzing, bayrisch." Das unter den Worten der Ueberschrift:„die Edle" stehende Wappen zeigt einen Schild, welcher dem erstenFelde des Wappens der Grafen v. Berchem (s. Abbildung und Beschrei-bung Bd. I. S. 67) gleicht, nur findet sich auch über dem wellen-förmigen Schrägbalken nach links ein grüner Dreiberg. Der ungekrönteHelm trägt den Schmuck des linken Helmes des gräflichen Wappens.Unter dem Worte der Ueberschrift: „Adc-lich" findet sich ein Wappen,dessen Schild quadrirt ist. Feld 1 bis 4 entsprechen ganz dem Schildeder Grafen v. Berchem. Auf dem gekrönten Helme erhebt sich, zwi-schen zwei geschlossenen Adlersflügen, welche ganz so bezeichnet sind,wie der Flug auf dem rechten und linken Helme des gräflichen Wap-pens, ein grüner Dreiberg, auf welchem drei Straussenfedern, roth,silbern, roth, stehen. Ueher dem Helmschmucke weht ein Band mitder Devise: Industria et Labore, und am Schilde stehen zwei weiblicheallegorische Figuren. Die rechts stehende umfasst mit der Rechten eineSäule und hält in der Linken einen Palmenzweig; die links stehende hältin der Rechten ein Schwert, in der Linken eine Wage. Das als frei-herrliches Wappen gegebene gleicht, wenn Grafenkrone, mittler Helmund Schildhalter weggedacht werden, ganz dem gräflichen Wappen. —In geschichtlicher und genealogischer Beziehung fanden sich nur dreiQuellen vor: das Genealogische Taschenbuch der gräflichen Häuser,v. Lang's Adelsbuch des Königreichs Bayern und das GenealogischeJahrbuch des deutschen Adels. Die Angaben der ersten Quelle, nament-lich Jahrgang 1840 S. 89, so wie die der neusten Jahrgänge hat dieRedaclion treu benutzt, nur hat dieselbe die Angabe (1853, S. 60,Z. 2): Edelsmannsfreiheit 20. März 1677, nicht benutzen können, dennim Jahrg. 1852 stand S. 59: Geadelt 20. März 1677, und der ersteRand des vorliegenden Werkes ist 1852 erschienen, v. Lang ergabwenig, auch wurde diese Quelle überhaupt sehr vorsichtig benutzt, da
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