722
ZUSÄTZE.
wähnte Tochter des Johann Friedrich Mordio sicli mit einem Herrnv. Arnim vermählt und später auch im weiblichen Stamme diese Familiebeschlossen habe.
Was die zweite Familie v. Bereborn anlangt, so ist für dieselbev. Steinen ebenfalls der wichtigste Schriftsteller. Derselbe sagt in einerNote S. 1627 und 1628: „Ich finde eine Familie v. Berchem, die mitdieser (der zuerst erwähnten) gar keine Gemeinschaft hat. Der FreiherrLudwig v. und zu Slrünckede hat mir von derselben folgendes Gesehlechts-regisler zugestellt." Dieses Gcschlechtsregister beginnt mit 1. WalterBerthould gen. Drackenbart, Herr zu Grimbergen und Mecheln, lebte1184. 96. stiftet die Abtei zu Grimbergen und war einer der vor-nehmsten Ritter zu seiner Zeit, halle zwei Söhne und zwei Töchter.Unter IV. — das Actenstück ist im Anfange ein wenig verworren unddie Jahreszahlen hissen manches Bedenken aufkommen —• steht: ArnoldBerthould, Herr zu Grimbergen und Mecheln. Dieser hat im Jahr 1186,wegen der ihm von seinen väterlichen Gütern zugefallenen HerrlichkeitBerchem, eine Stunde von Antwerpen gelegen, den Namen v. Berchemangenommen. Von V. an hängt das Register zusammen und die Jahres-zahlen stimmen. Für die spätere Geschichte dieser zweiten Familie sindfolgende Angaben des Geschlechtsregisters sehr wichtig: XIV. Joachim,ging 1544 wegen der spanischen lleligionsverfolgung nach Basel, gest.1574. XV. Alhahd , ging von Basel nach Marburg und von dannennach Bremen. XVI. Georg , gest. 1657. Gemahlin: Sara v. Fehrden,gest. 1659. XVII. Georg , k. preuss. w. Geh. Elatsrath, der GrafschaftRavensberg Appellations-Gerichts-Direclor, geb. 1639 den 13. Mai zuBremen, gest. 1701 den 10. Juni. Gemahlin 1669 den 25. Oct. Annav. Martitz, gest. 1700 den 6. April. Kinder: Jan Georg, geb. 1673den 1. März, gest. 1694 den 20. Sept., und Martina Lowisa, geb. 1671den 19. März, Fr. 1692 den 4. Oct. (Gemahl) Johann Thomas Matthiasgen. v. Berchem, k. preuss. Geh. Hof-, Amts- und Kammerrath, Hof-Rent-meisler und Direclor des Salzwesens. — Nach dem Neuen Preuss.Adelslexicon (Bd. I. S. 211) ist „Johann Thomas Matthias v. Berchem"der Oheim seiner Gemahlin Martine Luise gewesen. Damit hören dieNachrichten über diese zweite Familie v. Berchem auf, doch möge mandie Worte nicht übersehen, welche im genannten Adelslexicon (S. 212,Z. 1—3 v. o.) stehen: „v. Hellbach scheint weder diese, noch diefolgende Familie (v. Berchem zu Berchem) gekannt zu haben, er erwähntnur die österreichischen und bayerschen Berchem." In heraldischerBeziehung ist hinsichtlich der eben besprochenen zweiten Familie nurhinzuzufügen, dass, als der alte Adel des oben unter XVII. aufgeführtenGeorg vom Kurfürsten Friedrich III. von Brandenburg 11. April 1698anerkannt wurde, das angeborene Wappen bestätigt wurde. Dasselbe war(Wappenb. der Preuss. Monarchie Bd. II. 80) folgendes: im silbernenSchild drei rolhe Pfähle. Auf dem gekrönten Helme erhebt sichder Rumpf eines vorwärtssehenden, bärtigen Mannes, welcher mit einemweissen, mit rolhen Längenstreifen versehenen Jäckchen bekleidet istund welcher eine weisse, mit eben solchen Streifen bezeichnete, mit