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2 (1853) L - Z
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ZUSÄTZE.

man die Erfahrung, welche v. Hellbach (s. Vorrede zum zweiten Bandedes Adelslexicon) machte, nicht zu machen wünschte. Die dritteQuelle: das Geneal. Jahrbuch des deutschen Adels (Erster Jahrg. 1844,S. 322 und 323) ergiebl wörtlich Folgendes:Bereitem. Der Ur-sprung dieser Familie verliert sich in die Zeilen Carls des Grossen.Berthold, Herr v. Grimbergen, Bruder des Erzbischofs Hildebald zu Cöln,war Beamter Carls in Brabant. Waller Berthold, genannt Dracken-berl, Herr zu Grimmhergen und Mecheln um 1094 und 1096, einer dervornehmsten Bitter des Landes, stiftete die Abtei zu Grimmhergen. SeinEnkel gleichen Namens, Bannerherr zu Mecheln, erhielt wegen seinerim gelohten Lande bewiesenen Tapferkeit einen mit drei blutigen Balkengezierten Schild ins Wappen, was später in ein silbernes Feld verwan-delt wurde. Dessen Neffe, Arnold Berthold (ßerlhond), der gleichfallsnach Palästina gezogen war, nannte sich zuerst von der ilim zugefallenenHerrschaft Berchem hei Antwerpen, welchen Namen seine Nachkommenfortführten. Ein Ritter Joachim v. Berchem starb 1574 zu Basel, wo-hin er sich aus den Niederlanden vor der spanischen Inquisition ge-flüchtet. Sein Sohn Adalbert wandte sich 1585 mit seiner Familie vonBasel nach Marburg und zuletzt nach Bremen, wo dieselben sehr an-gesehen waren, aber ihren Adel beruhen liessen. Von ihnen ward GeorgBerchem (geh. zu Bremen 1639, gest. zu Berlin 1701) vom König Fried-rich I. zu Preussen im Jahr 1699 zum w. Geh. Slaatsralh ernannt, seinAdel erneuert und auch in preuss. Landen anerkannt. Ein anderer Zweigdes Geschlechts kam mit dem Kurfürsten Max Emanuel von Bayernwährend seiner Statthalterschaft in den spanischen Niederlanden nachBayern, wo sie unterm 23. Jan. 1683 vom Kaiser Leopold 1. in denReichsfreiherrenstand erhoben wurden. Kaiser Joseph 11. erlheilte am4. Jan. 1 772 dem Freiherrn Maximilian v. Berchem, nachmaligen Kam-mer-Präsidenten und Conferenz-Minister unter dem Kurfürsten Max III.von Bayern, die Reichsgrafenwürde. Von da an theilt sich der bayeri-sche Ast des Hauses in zwei Linien, nämlich die ältere der Freiherrenv. Berchem auf Nieder-Traubling etc., und die jüngere der Grafenv. Berchem auf Pinsing etc." Was den Anfang dieser Angaben anlangt,so bittet die Redaction mit denselben die vorstehenden Mittheilungenüber die zweite Familie v. Berchem zu vergleichen. Die einfachenWorte:Ein anderer Zweig des Geschlechts" luden nicht ein, dieselbennachzuschreiben. Zuerst fiel das Uebergehen des Diploms vom 20. März1677 auf und dann suchte die Heraldik vergebens in Silber die dreirotben Pfähle. Der Verf. des Artikels im Geneal. Jahrb. des deutschenAdels war kein Heraldiker!

Die Redaction überlässl bescheiden dem Leser die Beurtheilung deranfangs erwähnten Factur des Buchhandels.

Grafen v. Blankenstein. S. 90.

Z. 12 und 13 v. o.: Graf Joseph Alois Jaroslaw, geb. 12. März1830, k. k. Ober-Lieutenant, verm. 1852 mit Franziska Gräfin v. Lamberg(Tochter des Grafen Anton Raimund, s. S. 6), geh. 10. Aug. 1831.