grafen v. leiningen.
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Nebenlinie blüht, die das jetzige gräfliche Haus Leiningen bildet undaus zwei Speciallinien: früher Leiningen-Güntersblum und Leiningen-Heidesheim, besteht. In Folge der für Güntersblum und Heidesheimdurch Reichsdeputalionshauplschluss von 1803 erhaltenen Besitzungennennt erslere sich jetzt Leiningen-ßilligheiin, letztere Leiningen-Neudenau,und die Besitzungen der fürstlichen und dieser beiden gräflichen Liniensind gemeinschaftliche Familien-Fideicommisse. Durch Ucbereinkunftvom 24. Juni 1829 setzten der Fürst und die Grafen v. Leiningen ihreagnatischen Verhältnisse fest und dieselben wurden landesherrlich vomGrossherzog von Baden bestätigt.
Die vormalige Dachsburg-Hardenburgische Speciallinie, jetzt dasfürstliche Haus Leiningen, erhielt 3. Juli 1779 die reichsfürstlicheWürde.
Von der vormaligen zur Joflriedschen Hauptlinie des Hauses Lei-nmgen gehörigen lleidesheim-Falkenburgscheu Speciallinie war nach demoben Angeführten nur die jüngste Unterlinie, vormals Leiningen-Falkenburgin Güntersblum, übrig geblieben, welche Emichs XII. drilter Sohn,Johann Ludwig ; I., geb. 1643, gest. 1687, gegründet hatte. Von derersten, in Gewissensehe mit demselben lebenden, später auch verlassenenGemahlin, Amalia Sybilla Grälin v. Daun zu Falkenstein, stammte JohannLudwig IL, geb. 1673, verm. mit Anna Ernestine Gräfin v. Vehlen undMeggen, verm. 1694, gest. 1729. Aus dieser Ehe entspross JohannFranz, geb. 1698, verm. 1736 mit Charlotte Gräfin v. Walderode-Eckhausen, venv. Gräfin v. Formenlini, gest. 1745, aus welcher Ehezwei Söhne stammten, Wilhelm Cahl und Wenzel Joseph . Beide stif-teten zwei Unterlinien: Ersterer die Linie Leiningen-Billigheim, vormalsLciningen-Güntersblum, Letzterer die Linie Leiningen-Neudenau, vormalsLeiningen-Heidesheim. Diese Nachkommen aus erster Ehe JohannLudwigs I. waren durch die männlichen Nachkommen aus zweiter Ehebis zum Vergleiche von 1787 von der Nachfolge in leiningschen Be-sitzungen verdrängt. — Von Johann Ludwigs I. zweiter Gemahlin,Sophia Sybilla Gräfin zu Leiningen-Westerburg-Oberbrunn, verm. 1678,stammte Emich Leopold, dessen Nachkommenschaft mit dem jüngstenseiner beiden Sühne, Friedrich Theodor Ludwig, geb. 1715, im Manns-stamme 1774 erlosch, worauf das fürstliche Haus Leiningen die vondieser Linie besessenen Anlheile an der Grafschaft Leiningen und Dachs-burg in Besitz nahm._ Doch wurde die Descendenz des aus JohannLudwigs 1. Gewissensehe abstammenden Johann Ludwigs II. durchreichshofräthliche Erkenntnisse von 1782, 1783 und 1784 für recht-mässige Nachkommenschaft Johann Ludwigs 1. anerkannt und derselbendas Recht der Nachfolge separatim auszuführen eingeräumt. DurchVergleich mit dem Fürsten v. Leiningen erhielt dieselbe 1787 die AemlerGüntersblum und Heidesheim und succedirte sonach in der Hälfte derLeiniiigen-Dachsburg-Falkenburgischen Lande dem erloschenen Emich-Leopoldsehen Zweige. Die Brüder Wilhelm Carl und Wenzel Josephtheilten sich in diese Aemter und bildeten zwei Unterlinien, Ersterer dieLinie Leiningen-Güntersblum, Letzterer die Linie Leiningen-IIeidesheim.