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grafen v. leubingen.
1317 den Besitz und stifteten zwei Hauptliuien : die iiltere, oder Fried-richsehe, und die jüngere, oder Joflriedsche.
Der Slifler der älteren, Friedrichsclien Linie, Graf Friedrich V.,vermählte sich mit der Tochter Guidos v. Chatillon und Margarethensv. Vnlois, der Schwester König Philipps von Frankreich, Maria v. Blois,Willwe des Herzogs Rudolph von Lothringen. Der Enkel desselben,Friedrich VII., erlangte 1423 vom Kaiser Sigismund als erbliches Reichs-lehen das Recht der Bergwerke, und dem Urenkel IIesso erneuerte 1444Kaiser Friedlich Iii. die alte Landgrafschaft zu Leiningen, erhob dieselbezur gefttrsteten Reichslandgrafschaft und verlieh ihm das Prädicat: Land-graf zu Leiningen. Landgraf Ilesso starb 14G7 als Letzter seiner Linie,worauf seine Schwester Margarethe , Wittwe des Grafen Reinhards IV.von Westerburg, unterstützt vom Pfalzgrafen und Kurfürsten Friedrichdem Siegreichen, trotz des Widerspruches der jüngeren, JoflriedschenHauptlinie, sieh des grösslen Thcils der hinterlassenen Besitzungen be-mächtigte, den gräflichen Titel v. Leiningen annahm und ein neues gräf-liches Haus Leiningen, jetzt Leiningen-Weslerburg genannt und in zweiLinien: Alt- und Neu-Leiningen gelheilt, stiftete. Der landgräfliche Titelwar mit Ilesso erloschen. — So führen denn seit 1467 zwei ver-schiedene Familien den Namen Leiningen, nämlich Leiningen, die Familieder neueren Grafen v. Leiningen, welche von dem weiblichen Stammeder mit Friedrich 1. 1220 im Mannsstamme ausgestorbenen älterenGrafen v. Lciningen, von Luccarde Gräfin v. Saarbrücken stammen, undLeiningen-Westerburg, die Familie der neuesten Grafen v. Leiningen,welche von dem weiblichen Stamme der älteren, Friedrichsclien Haupt-linie der neueren, 1467 mit Ilesso im Mannsstammc erloschenen Grafenv. Leiningen, von Margaretha Gräfin v. Westerburg entsprossen sind.
Das Haus Leiningen umfasst seit 1220 die Nachkommen der neuerenGrafen v. Leiningen und besteht jetzt im Mannsstammc, da der Manns-stamm der älteren, Friedrichsehen Hauptlinie 1167 ausgegangen ist,nur noch in der jüngeren, Jollriedschen Hauptlinie. Diese letztere Linieführte, wegen der Ansprüche auf sämmlliche, vom Landgrafen Ilessoverlassene Besitzungen, über 300 Jahre einen Process bei dem kaiser-lichen Kammergericht und später bei dem Reichshofrathe. Da dieselbenach Ilessos Tode in Besitz der Grafschaft Dachsburg gekommen war,nahm sie den Namen Leiningen-Dachsburg an. Eimens IX., gest. 1541,zwei Söhne, Johann Pmurr, gest. 1562, und Emicii X., theilten denväterlichen Besitz und sliflelen zwei Linien: Ersteror die Linie Leiningen-Dach s b u rg-H a rd e nb u rg, die jetzige fürstliche Linie, Lelzterer die LinieLeiningen-Dachsburg-Heidesheim-Falkenburg. In der Linie Lciningen-Dachsburg-lIeidesheim-Falkcnburg entstanden durch Emichs XII. drei Sühne,Georg Wilhelm, Emicii Christian und Johann Ludwig , drei Unterlinien.Georg Wilhelm stiftete die Linie Leiningen - Falkenburg in Heidesheim,welche 1766 mit Christian Carl Reinhard ausgestorben ist; EmichChristian gründete die 1709 ganz erloschene Linie in Dachsburg, undJohann Ludwig die Linie in Güntersblum, welche in der Haupllinie1774 im Ma'nnsstamme ausgegangen ist, von welcher aber noch eine