GRAFEN V. LEININGEN.
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(Aspcrmont). 1 und 4 in Blau drei (2 und 1) rechtsscliende silberne Adler, nachEinigen: Geyer, iibcr welchen ein rotber Turnierkragen mit drei Lätzen schwebt(Leiningen). 2 und 3 in Silber ein schwarzer, reclitsgewendeter Löwe, überwelchem acht silberne Lilien-Sceptcr, welche aus einer silbernen Kugel in Formeines gemeinen und eines Andreaskreuzes gehen, gelegt sind, mit einem rothenSchildesrand (Dachsburg). Auf dem Schilde erheben sich drei Helme, von denender linke gekrönt ist. Der rechte Helm trägt einen grünen Baum mit silbernenBleiben (Leiningen); der mittlere einen offenen schwarzen Adlerstlug, von dessenFlügeln jeder mit sieben silbernen Merzen in Form eines Patriarchenkreuzes (1, 2,1, 2, 1) belegt ist (Dachsburg), und der linke Helm eine 6eckige, an jeder Eckemit Pfauenfedern geschmückte Tafel, auf welcher sich das Mittclschild wiederholt(Aspermont). Die Decken des rechten Helmes sind blau und silbern, die desmittleren schwarz und silbern und die des linken rofb und silbern.
Wappen des Hauses Leiningen-Westerburg: quadrirter Schild mit Mitlel-sch ild. Im goldenen Mittclschild ein blaues, dasselbe ganz überziehendes Kreuz(konnte schon von Trier nicht gedeutet werden). I und 4 das oben beschriebeneWappen der Grafschaft Leiningen. 2 und 3 in Roth ein schmales, das ganze Feldüberziehendes goldenes Kreuz, welches in jedem Winkel von fünf als Andreaskreuzgestellten goldenen Kreuzen begleitet ist (Westerburg). Uebcr dem Schilde stehendrei ungekrönte Helme. Der rechte Helm trägt einen grünen Baum mit silbernenBliilhcn tl.einingen); der mittlere einen offenen, rothen Adlerstlug (Westerburg),und der linke einen Pfauenscbweif. Die Decken des rechten Helmes sind blauund silbern, die des mittleren golden und roth und die des linken blau undgolden.
Der Ursprung des Hauses Leiningen, eines der ältesten deutschenDynastengeschlechler, welches den Namen von dem Schlosse All-Leiningenim Westerreiche führt, verliert sich in sehr frühe Zeit des Mittelalters.Schaffard war 1019 auf dem Turnier zu Trier, Emich 1119 zu Göt-tingen, Emich II. 1165 zu Zürich, und lless 1179 zu Cöln. Bischöfewaren Emcrich von 1065 —1077 zu Augsburg, Siegfried von 1127—1142zu Spcier, Ilozelin von 1130—1131 zu Würzburg, und Embrich von1131 —1147 ebendaselbst. Mit dem Grafen Friedrich 1. erlosch 1220der Mannsstamm der alten Grafen v. Leiningen.
Die neueren Grafen v. Leitungen stammen aus dem weiblichenStam me der älteren. Friedrichs I. Schwester, Luccarde , war die Ge-mahlin Simons II. Grafen v. Saarbrücken. Dieselbe hinlerliess dreiSöhne, von denen der ältere, Simon III., den Stamm der Grafenv. Saarbrücken, welcher 1380 erloschen ist, fortsetzte, der jüngsteaber, Friedrich , welcher sich, nach dem von ihm erbauten SchlosseHardenburg, Hardenburg nannte, folgte dem Bruder seiner Mutler, demletzten Grafen v. Leiningen, Friedrich L, in den leiningschen Besitzungen,nahm den Namen Leiningen an und wurde der Stifter des ueueren gräf-lichen Ilauses Leiningen, oder Leiningen-IIardenhurg, welches durch denälteren Sohn Friedrichs, Simon , in den Besitz der Grafschaft Dabo oderDachsburg in den Vogesen kam. Simon vermählte sich nämlich 1223 mitGertrud, einer Tochter des letzten Grafen von Dachsburg, Albrecht, nachdessen Absterben Dachsbürg dem Bischof von Sirassburg als Lehnsherrnzufiel. Letzlerer belehnte 1228 mit dein später, 1678, zerslörLen SchlosseDachsburg den Grafen Simon v. Leiningen, auf welchen, nach dem 1234erfolgten Absterben, der jüngere Bruder, Friedrich III., folgte. Fried-richs IV. zwei Söhne, Friedrich V. und Joffried (Gottfried) Iheillen