SPRACHE LXXX1II
u
Itt Die Zeichen ü ü dienen für den Beilaut des u (vgl. ALXXI/. XXIX/.), den ich im Text unbezeichnet gelassen habe: hülfen 7,10. furtum (Praet.) 122, 24. vns 1, 5. finsers 20, 16. sünwenden22, 25. 138, 14. künde (Indic.) 129, 14. 139, 16. gesünthait 3, 5.sunder 6, 17. gestunget 57, 23. vrlüg 7, 11. gebürt 1, 8. 132, 6.wurden (Indic.) 21, 23. würden 18, 23. notürft 12, 22. 13, 4. —töten (= lüten) 55, 14. 93, 10. lütoriu 69, 25. 91, 13 u. s. w.
u als Verdampfung von a (AG 29) mit Durchgang durch o erscheintim Praet. kum 3, 6. 8, 6. 105, 8 n.s.w. neben kom 12, 16. 20. 105, 8m. s. ic. — u für iu (AG 93): underzuht 76, 1; vgl. auch u /ür wn-cigentliches iu mj furinnen 165, 13; ferner nun 115, 18 (-= niun niu-wan). — u = uo (AG 48): stunde 53, 15. stund 69, 4 «e&en stuonde114, 12. richtum 101, 16. 142, 16. suzzeket 85, 14 (neben süezkait27, 17). behut (3 Sg. Praes.) 143, 8. — u in Ableitungs- und Flexions-silben (AG 30): enrnittunt 119, 3. zwirunde 72, 19/. neben zwirent142, 12. zwischun 160, 27. Praet. wagut 133, 5. sunnuntag 60, 25.02, 10. 65, 22. soltust 14, 4. wunderun (1 Sg. Praes. = ahd. wuntarön,AG S. 364) 87, 12. nadelun 99, 19. Agnesun 41, 19. — u = lat. o:eumplet 108, 3. 121, 20. 127, 8 neben cornplet conplet 11, 22. 124, 17.154, 16.
I ü eds Bezeichnung eines u mit Beilaut blieb im Texte unbe-rücksichtigt. Es begegnet ausserordentlich häufig; vor Liquiden: inSchreibungen wie sündern wunderlich jünckfraw jüngmaister küntbestandüng mainüngen verüngen sün nun nünnen gewünnen mündsünne brünne wunde, kümen frtimer stüme. küm = kum = kam(AG 29) XXXII, 8. (wir) vernümen = vernumen oder vernümen (?)= vernamen (AG 331" vgl. 48. 93. 126 ü = ä) XLIII, 41, kürtz dürstoürsz würtzeln gebürt — versümt rümen trüren; vor Lingualen: Stu-denten flüz usflüs küsz verdrüsze — trüt drütkemerlin lüter lüt üsz;sügen büw gebiiwen nü. — u für i: dnss XJjIII, 110 und wenn leeinSchreibfehler vorliegt in muncklioher XXIX, 12. — mhd. uo erscheintfast durchgehend zu u monophthongiert (AG 48 vgl. 111), weshalbich auch handschriftliches ü = mhd. uo als u mit Beilaut aufgefasstund daher im Text einfach durch u wiedergegeben habe. Ich führe imfolgenden nur einige Schreibungen an: vor Liquiden: mümen mümeirüm für füren tun genüg; vor Lingualen: mütter gut müt armütnrüss müst grüsz. — gesüchet tüch rüwen rüwiger ruf zu. — u fürie begegnet in den Infinitiven durchguszen XX, 11. umbfiuszen XX, 12neben durchschieszen XX, 12. ubergieszen XXI, 33. hiebt (Subst.)LXVII, 27. 29. Desgleichen gehört vielleicht hierher gueszen XV, 23,wenn ue = u mit Beilaut, oder ue — üe für ie? — u für iu (AG 47.