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Margaretha Ebner und Heinrich von Nördlingen : ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Mystik
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LXIV CULTURGESCHICHTLICHES AUS DEN BRIEFEN

dienen soll. Ein Schächtelchen mit Pulver, das die Sup-priorin von Köln Heinrich für Margaretha gesandt hatte,behielt dieser einige Zeit für sich, gebrauchte es und schicktees erst dann nach Medingen: das hau ich dir von minengenomen, das ich mit dir ausz einem ledlin essi (XLVI, 72/'.).Weiter begegnen unter den Gaben für Margaretha undandere Conventmitglicder Tischtücher (Anm. zu IV, 70), einIlülltuch (Nonnenschleier IV, 71, vgl. II, 2bf.), eine Adcr-lassbinde zur allgemeinen Benutzung, mit der zuerst Mar-garetha die Adern ihres lautem und keuschen Blutes unter-binden sott, weil sich dann die heilsame Gnade auch aufihre Mitschwestern übertragen würde (Anm. zu XV, 46), oderein Meines Tüchlein, darein Margaretha die heissen Thronenihres liebreichen Herzens auffangen soll (Anm- zu II, 22f.).Dies Tüchlein tvie die Binde wünscht Heinrich sich zurErinnerung, falls Margaretha vor ihm stürbe (XLVI, 79/'.).Sodann Meine Kannen (Anm. zu IV, 70), ein silberner Ess-löffel (XXXIII, 109), namentlich aber spielen unter diesenGeschenken kleine Messer — es werden bisweilen sechs zu-gleich gesandt — eine grosse Bolle; sie dienten tvol zumSchmuck und Zierrat (Anm. zu XXXII, 62). Margarethazum goldenen Bing schickte ausser einem Bernsteinkreuze(L, 23) einmal sogar zivei kleine Messer mit vergoldetemGriff nach Medingen (LXI1I, 29f). Von Basel aus sandteHeinrich ein grünes Tuch (ain sergi), das er aus besondererFreundschaft um acht Schilling und ein Pfund erstand;gleichzeitig bot er Margaretha ein dünneres in Basel ge-fertigtes an, das zweimal grösser und dabei wolfeiler iväre.Das erstere war also vermtdhlich von auswärts importiert(Anm. zu XLIII, 46/'. und LI, 105/".). Die Merswin inStrassburg Hess Margaretha Tuch zu Bock und Scapulierzukommen (LI, 81/.) und auch an Geldspenden fehlte esnicht (XL, 66/f. XLIV, 59. XLIX, 26/1 LH, 62f. LX, 21f.LXI, 15).

Andererseits ivurde Heinrich wieder von den MedingerSchivcstern beschenkt. So schickte Margaretha ihm einmal