CULTURGESCHICHTLICHES AUS DEN BRIEFEN LXV
Kerzen, als er gerade ausgegangen war, sich selbst welchezu häufen (V, 35/\); ein ander Mal bedankt er sich fürebensolche Sendung sowie für eine (Geld)tasche und Leb-kuchen (XXXIII, 107/".). Krapfen wurden ihm einst durchMargaretha zum goldenen Ring aus Medingen übermittelt(LXIII, 28). Zum Weihnachtsfest bedachte der ganze Con-sent Heinrich mit Gaben (IX, 42/f.), ivie denn er selbstgern gerade um diese Zeit seine Wünsche nach Medingenrichtete (IL IX. XXXVIII. LVI).
Auch zu Aufträgen und Bestellungen gab der brieflicheVerhehr hie und da Gelegenheit. Für Irmel von Hohenarterbittet sich Heinrich einen von Margarcthas alten Röchen(LI, 88/?.), für sich aber eine Chorhaube (XXXIII, 113) undeinen ihrer Schlafröcke; seine Mutter würde ihr den seinigendafür überbringen. Kr rechtfertigt diesen sonderbaren Wunschdamit, dass er durch die Berührung ihres keuschen, heiligenRoches an Leib und Seele gereinigt zu werden meint (Anm.zu XXXIV, 91) / Viel später schreibt er mit Bezug darauf-'ich trage den Roclc (L, 29). Nach Medingen zurückge-sandt (?) iverden von Heinrich ein Glas (VI, 11) und eineBettdecke (XIX, 32). Über die Herstellung eines StückesTuch für Margaretha finden sich in verschiedenen BriefenAndeutungen (Anm. zu XIII, 73), desgleichen über die einesGebetbuches mit Miniaturen (Anm. zu XIV, 43//V); vgl. auchXIII, 75#.
Dass Heinrich ein besonderer Freund von Reliquienwar, haben wir gesehen; verschiedenlich unternahm er zudiesem Zwecke grössere Reisen,, unter denen die Reliquien-fahrt nach Bamberg im Auftrage der Basler Biöcese dieerfolgreichste und ruhmvollste für ihn ivar. Ausser seineneigenen Krwcrbungen von Heiligthümern, die er mit beson-derer Vorliebe Margarethcn zum Geschenk machte (XLIV,3 4/f. LIV, 8), sandten auch die Schwestern von Unterlindcnsolche heiligen Gaben nach Medingen (XL, 103/f.). EinesReliquienkastens, den Heinrich für Margaretha anfertigenHess, geschieht mehrmals in den Briefen Krivähnung (Anm.
Strauch, Margarotha Eimer. e