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Margaretha Ebner und Heinrich von Nördlingen : ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Mystik
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HEINRICH VON NÖRDLINGEN 1342—1345 LI

könne ihr viel Hier ihn erzählen, denn sie wären immer zu-sammen gewesen.

Aus den Jahren 1342 und 1343 ist uns Icein Brief er-halten. Um den 9 Octdber 1344 war Heinrich aufs Neuehei Margaretha in Mcdingen und nahm ihr das Versprechenah, ihre Offenharungen im Zusammenhange aufzuzeichnen.Auf der Heimfahrt begleitete ihn ein Herr Johannes (zumStein ?) ein Stück Weges, der, als er von ihm schied, einenkurzen brieflichen Gruss für Margaretha mitnahm; ivcitercNachrichten verhicss Heinrich ihr von Basel aus durchKursor, den regelmässigen Briefvermittler zwischen Mar-garetha und Heinrich während seines Basler Aufenthaltes(XXXIX).

In der ersten Zeit des Jahres 1345 traten für die Diö-ce.se Basel durch päbstliche Gnade Erleichterungen in Bezugauf das Interdict ein. Um Ostern wurde wieder öffentlichMesse gelesen und das Abendmahl konnte allen gereichtiverdcn. In Scharen drängten sich nun, wie Heinrichschreiht (XL), die hungrigen Seelen zum Sacrament desAltars, dessen sie, der Kirche gehorsam, wol vierzehn Jahreentbehrt hatten. Da gab es auch nach dieser Seite hinvollauf für Heinrich zu thun, und Tauler schrieb an Mar-garetha, Heinrich sei so in Anspruch genommen, dass erüber des Pabstes Erlaubniss zürnen könne (LV1I, 16). Umdieselbe Zeit kam Heinrichs alter Widersacher in der Fessen-heimer Angelegenheit im Gefolge des Grafen Ludwig VIIId. J. von Öttingen, der als Gesandter des Kaisers an denVäbstlichen Hof nach Avignon ging, durch Basel. Er suchteHeinrich auf und leistete demüthig Verzicht auf 'seine' (Hein-richs) Kirche.

Bald darauf finden wir Heinrich in Strassburg ingrossen arwaitten durch got, ein Ausdruck, der verschiedeneAuslegungen gestattet. Er umrde hier mit Btdman Mcrswinund dessen Frau Gertrud von Bietenheim bekannt und er-hielt noch während seines Strassburgcr Aufenthaltes denersten Thcil der Offenharungen Margarcthas, die sie in der