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Margaretha Ebner und Heinrich von Nördlingen : ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Mystik
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L HEINRICH VON NORDLINGEN 1340. 1341

Basel jetzt viel mehr zu Gottes Ehre wirken als daheim.Heinrich zählt dann ihre Vorzüge auf, von denen der ihmam wichtigsten erscheint, dass sie seinem göttlichen Amte'eine Förderin sei. Margaretha soll Gott und die JungfrauMaria bitten, dass Heinrichs Wunsch in Erfüllung geheund dann der Irmcl ihre göttlichen Hingehungen darüberbrieflich mittheilen: Heinrichs Glaube an Margaretha warunerschütterlich (XXXIV).

Als nun aber die Mutter nach Basel gezogen war, 'wo-hin Heinrichs Muhme sie begleitet zu haben scheint, konnteHeinrich doch nicht so leicht fortkommen, wie er gehofft.Immer wieder musste er seinen Medinger Besuch aufschieben,da er in Basel nicht sein eigener Herr ivar, sondern gegen-über einem ganzen Kapitel und der besten Pfarre, die seinerSeelsorge anvertraut waren, sich gebunden fühlte. Auch wagteer es noch nicht, öffentlich in seiner Heimat umherzugehen;er wusste sich dort, falls ihm irgend etwas zustiessc, ohnejeglichen Bcchtsschutz (XXXV. XXXVI, 18/f.). Auf Mar-garethas wiederholtes Bitten, nach Medingen zu kommen,suchte er im folgenden Jahre 1340 sich dem Lützeler Abte,der sich nach Kaisheim — dieses war von Lülzel aus be-völkert — vielleicht zur Äbtivald Ulrichs III begab, anzu-schliessen; allein er bekam in Basel keinen Urlaub undfühlte sich überdies ivie so oft krank (XXXVI, vgl. auchnoch XXII, 9. XXXII, 60. XLII, 38/i).

Erst in den ersten Tagen des Novembers 1341 sahHeinrich nach langer Trennung Margaretha wieder. DerSchmerz des abermaligen Voneinanderscheidens spricht sichim Briefe XXXVII aus, den Heinrich an Margaretha schrieb,als er wieder nach Basel zurückgekehrt tvar. 'Mein Herzward ivunderbar berührt und in ein ivildes Elend gesetzt,als ich von dir schied', heisst es da. An seiner Statt em-pfiehlt Heinrich ihr den Bruder Konrad von Kaisheim, denÜberbringer seines Briefes, 'seines Herzens Insiegel vonJugend auf. Dem solle sie getrost ihre geheimsten Ge-danken offenbaren, er sei ein heimliches Kind Gottes und