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Margaretha Ebner und Heinrich von Nördlingen : ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Mystik
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LII
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IJI HEINRICH VON NÖRDLINGEN 1345

Adventszeit 1344 und Anfang 1345 chronologisch geordnetund redigiert hatte. Für seine Freude Hier diese Sendungfehlte ihm das Wort. 'Was soll ich Dir schreiben, Deingottredender Mund macht mich redelos /' rief er aus, siegleichzeitig zu iveiterer Thätigkeit ermunternd; er versprachihr erst dann seine Mithülfe, sobald er nochmals alles selbstmit ihr durchgenommen hätte (XLI. XLI1I, 35/f.).

Im folgenden Briefe XLII bedauert er, dass er wegenerneuter Krankheit noch nicht wieder zur Leetüre ihrer'heiligen Schrift', dieses Sondertrostes seines Herzens, ge-kommen wäre. Gern tväre er selbst zu ihr nach Medingengeeilt, um ihr persönlich zu danken: allein noch immer er-regten die Zustände in der Heimat ihm Furcht, auch scheuteer die Kosten, die immerhin für eine so weite Meise nichtunbeträchtlich waren. So musste er auch dieses Mal Mar-garetha und sich auf die Zukunft vertrösten und sich einst-weilen genügen lassen an den Nachrichten, die Ofim Frichinihm über die Freundin brachte. Diese hatte sich damals,wol gleichfalls auf Heinrichs Zureden, von Nördlingen auf-gemacht und nach Basel begeben, nachdem sie vorher inMedingen gewesen, ivo Margaretha sie weiter zur Heiseausrüstete; sie sollte, wie Heinrich gebeten, dafür sorgen,dass die Frickin zu ihrer Heise einen Wagen nehme. Auchdiese von Heinrich hochgeschätzte Frau litt schwer unterden traurigen kirchlichen Verhältnissen in der Heimat. Sicwaren Schuld, wenn sie so lange sich des göttlichen Trostesberaubt fühlte, den sie nun erst in Basel ivieder an sicherfuhr. Hier erquickte sie sich in Heinrichs Nähe an seinerund anderer Gottesfreunde Lehre; sie war glücklich, jetztin christlichem Gehorsam wieder die heiligen Sacramentcempfangen zu dürfen; sie glaubte sich mit einem Male ausdem Fegfeuer ins Paradies versetzt. Möglicherweise hattedie Frickin in früherer Zeit auch sonst Ungunst des Schick-sals erfahren; manches scheint darauf hinzuweisen, ohnedass wir durch die Briefe darüber näher aufgeklärt würden(XLIII, 105/f. XL VII, 67/f.).