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Margaretha Ebner und Heinrich von Nördlingen : ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Mystik
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HEINRICH VON NÖRDLINGEN 1338 XLIII

roden, bei Margarctha, die am 13 Juli ihren Namenstagbeging, r:nm Besuch, und Heinrich beabsichtigte, von Kais-heim aus sich gleichfalls direet nach Mcdingen zu begeben,falls die Wildenroden und ihre Begleitung auf ihn wartenwollten. Letzteres geschah aber nicht und so lehrte Heinricham 11 Juli mit dem Kaisheimer Bruder Konrad direet nachNördlingen zurück, ivo kurz zuvor schon die Freunde ausMcdingen wieder eingetroffen waren (XXIII. XXIV).

Die Besetzung von Fessenheim hatte Zwistigkeitcn imGefolge, über die jedoch Heinrichs briefliche Auslassungenuns nicht genügenden Aufschluss geben; so viel ist sicher,dass ausser Heinrich sich noch Andere um die Stelle be-toarben und dass im letzten Grunde dabei Interessen derÖttingcr Grafen einerseits, des Stiftes Kaisheim anderer-seits mit im Spiele ivaren (Anm. zu XL, 91ff.). Noch imJuli war Heinrich in dieser Angelegenheit zwei Tage inNiederschönenfeld, um sich hierfür der Unterstützung zweierSchwestern, vermuthlich der Gräfinnen Elisabeth und Annavon Graisbach, deren Vorfahren Niederschönenfeld ivie auchKaisheim gestiftet hatten, zu versichern, tvas ihm auch ge-lang. Von Kaisheim war ihm Fessenheim bereits damalszugesprochen (XXV).

Alles schien ihm günstig, — da wurden mit einem MaleHeinrichs Aussichten für die Zukunft jäh durchkreuzt durchdas von Kaiser Ludwig auf dem Frankfurter Reichstageerlassene Gesetz vom 6 August 1338, welches befahl, fortandie päbstliche Ewcommunication und das Intcrdict unbe-achtet zu lassen und den Gottesdienst ivieder aufzunehmenbei Strafe der Friedlosigkeit. Wir wissen aus mannigfachenZeugnissen, ivie dies Gesetz wirkte, wie energisch gegen die,Zuwiderhandelnden vorgegangen wurde. Auch Heinrich, derKirche treu ergeben (vgl. auch Anm. zu XL, 85/f.) und einerklärter Gegner des Kaisers, den er, obwol selbst ein Baier,minachtig nicht anders als 'den Baiern nennt (Anm. zuXVIII, 4), sah nun seine Tage in der Heimat gesuhlt Erschrieb über die drohenden Gefahren an Christina Ebner