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Margaretha Ebner und Heinrich von Nördlingen : ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Mystik
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HEINRICH VON NÖRDLINGEN 1834. 1335 XLI

einen Brief für Margaretha mügiebt und gute Aufnahme fürihn und sein Pferd erbittet. Ha sind seine Freunde HerrKursor von Würzburg, ein Herr von Kaisheim ein Evan-gelier, der eines Atigenleidens wegen nicht die Priesterwürdeerlangen kann, sein Jugendfreund Bruder Konrad von Kais-heim, Herr Hans (von Günzburg), bei dem er sich einmallänger aufgehalten, sein Schuler Johannes der ncuerwählte(1334) Pfarrer von Stopfenheim, dessen erste Messe Hein-rich besuchen will. Und auch verstorbenen Freunden wiedem Pfarrer von St. Walpurgen in Eichstädt und einerKatharina, die sich ihm und Gott 'gelassen hatte, widmeter in seinen Briefen ein Wort freundlicher Erinnerung undempfiehlt sie dem Gebete Margarethas.

Im Jahre 1334 tvar Heinrich am letzten October undin den ersten Tagen des Novembers in Medingen, dannwieder in der Fastenzeit und am 15 April des Jahres 1335(24, 3ff. 29, 26/7'. 33, 8/'.). Wir besitzen ausserdem ausdiesen Jahren mehrere Briefe Heinrichs an Margaretha(XI—XIX) , in denen jedoch äussere Angelegenheiten nichtweiter berührt werden, es sei denn ein Besuch von Hein-richs Mutter und Irmel in Medingen, der längere Zeit be-absichtigt war, aber wegen der Mutter Kränklichkeit immerwieder verschoben tverden musste (vgl. die Anmerkungen zuXII, 16#. XIV, 43/f. XV, 31/f.).

Als Heinrich, veranlasst durch die Streitigkeiten zwi-schen Kaiser und Pabst (45, llf), Ende 1335 eine längereHeise nach Avignon antrat, verabschiedete er sich brieflichvon Margaretha mit der Bitte, recht oft an ihn zu schreibenund die Briefe seiner Mutter in Nördlingen zu übergeben;die wisse, ivo er sei, und würde sie ihm nachsenden. Sieselbst ermahnte er, eifrigst für das mystische Leben in Me-dingen zu wirken und möglichst viele Frauen für ein 'ge-meines Leben zu gewinnen, wenn nicht in diesem Jahremehr, so doch im nächsten: es war also geradezu auf einenmystischen Verein in Medingen abgesehen (XX).