XXVIII HANDSCHRIFTENVERHÄLTNISS
Elsbeth Schepachs 'selbsteigene, unleserliche' Handschrift,wie Eyserihuet und die Schreiberin von m es angeben, soist jedesfalls das Original bereits ein redigiertes gewesen.Die namentlich im loteten Viertel (vgl. Anm. zu 121, 6/'.)häufiger begegnenden und oft mit hie nota eingeleiteten Bibcl-citate (vgl. 123, 1. 124, 2. 131, 4) rühren gewiss nicht vonMargaretha oder ihrer Schreiberin her; dass sie später ein-gefügt sind, dafür spricht auch, wenn an solchen Stellen —•und auch an andern noch — in M am Bande mit roterTinte ein abgekürztes nota sich findet, tvelches auf eineRandbemerkung in der Vorlage hinzuweisen scheint. Zivcifel-los sind sodann die lateinischen Worte 124, 3ff. ein Zusatzdes Medactors und auch wol die Parenthese 131, 18 sowie134, 16/1 An wen anders aber sollten wir hier in ersterLinie zu denken haben als an Heinrich von Nördlingen, derja seinen eigenen Worten nach (XLI, 15/f.) der Margarethanach genommener Rücksprache eine redactionelle Thätigkcitan ihren Offenbarungen in Atissicht gestellt hatte.
Meinem Text der Offenbarungen liegt, wie bereits be-merkt, die Medinger Handschrift zu Grunde. Sie ist dieälteste und beste, was nicht ausschliesst, dass in einzelnen,Fällen die aus derselben Vorlage geflossene, aber jungeHandschrift m das ursprüngliche bietet.
Von Schreibfehlern in M erwähne ich als die wichtigeren:in für an 8, 10. an für in 76, 18. ir für mir 19, 19.hertzen für herreu 21, 26. unwirdiger für unwirdig der 22,23. daz für dar 33, 17. 54, 14. dar für daz 134, 9. niefür me 61, 20. de richtü für der entrichtung 62, 24. ge-mengte für genemsten 75, 14/ - . gemeinstiu für genemstiu81, if. mine für in einem 90, 13. vor für von 97, 19.betet für betut 116, 15. ieglich | ein für ieglichem 120, 22.sehuiwen für schruiwen 122, 10. in ire für mir ein 135, 7.ost'tag für obrosten tag 153, 1.
Häufig ist in M ein Wort ausgefallen: 11, 14. 14, 1.15, 2. 19. 17, 24. 18, 16. 22, 18. 36, 2. 17. 38, 15. 43, 18.55, 19. 57, 19. 58, 11. 59, 10. 70, 2. 74, 20. 75, 5. 76, 5.