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Margaretha Ebner und Heinrich von Nördlingen : ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Mystik
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XXVI AUFZEICHNUNG DER OFFENBARUNGEN

Im Jahre 1869 wurden folgende Kloster Medingen zu-gehörige Schriften ausgeliehen, ohne bis heute wieder zurück-gegeben zu sein: 1) Vita b. Margarethse in tat. Sprache;2) eine Predigt und sechs Briefe, ihre Seligsprechung be-treffend; 3) eine Copie von der Inquisitio super vitam etsauetitatis probationes; 4) zwei Ideine Gebetbücher zu Mar-garethas Verehrung; 5) ein Ablassbrief von Pius VI.

Was nun die Offenbarungen selbst betrifft, so ist, chewir an die Besprechung des Handschriftenverhältnissesgehen, einiges über die Art und das Zustandekommender Aufzeichnungen vor aus zuschicken. Ich darf dabei ein-leitend auf meine Bemerkungen zu AL S. XIII/: verweisen.

Margaretha Ebner berichtet uns 83, 27/f., sie sei vonHeinrich von Nördlingen gebeten worden, ihre göttlichen Ein-gebungen aufzuzeichnen, Ihr Glaube, Heinrich selbst tvolle'der Schreiber sein, erwies sich als irrig, vielmehr bat Hein-rich sie, selbst damit zu beginnen. Zur Ehre Gottes \ndgehorsam ihrem Beichtiger unternahm sie nun das Werkim Advent 1344 (84, 9. vgl. 75, 3/'.), wenn auch nach länge-rem Zögern (86, 14), ungern (84, 4) und nicht ohne Furchtund Zagen, doch im Vertrauen auf Gottes Hülfe und unterder besonderen Gnade ihres Herren Jesu Christi und ihresLieblingsapostels Johannes, 'ihres Schreihers, wie es bei ihrund in Heinrichs Briefen heisst (vgl. Anm. zu 22, 8/ , Mar-garetha benutzte dazu zum grössten Theile früher und zwar,wie aus der genauen Datierung, der Visionen und Ein-gebungen hervorgeht, jedesmal bald nach dem Erlebniss ge-machte Aufzeichnungen, von denen sie dann manche als Briefe Minnebriefe oder ihre heilige Schrift nennt sie Heinrichvon Nördlingen (XI, 61. XII, 10. XLVII, 5. vgl. XIII, 29XVI, 12. XVII, 23. XXVII, 7. XXXIII, 13. 23. XXXVI,11) diesem übersandt und von ihm hatte durchsehenlassen (Anm. zu VII, 24 und XV, Ziff.). Als Schreiberindiente ihr bei der Sammlung ihrer Offenbarungen eine be-freundete und innig vertraute Klosterschwester, die in den