LATEINISCHE ÜBERSETZUNG DER OFFENBARUNGEN XXV
El. 165"—174 Der Ebnerin Paternoster (161, 8/f. meinerAusgabe). Herrn Dr. Oswald Zingerle verdanke ich dieVcrgleichung. Die orthographischen Abweichungen habe ichnicht in die Varianten aufgenommen.
o Die Einsiedler Handschrift 278 aus dem 14 Jh. (vgl.Pfeiffer in der Zs . f. d. A. 8, 209 und Myst. 2, Villi ent-halt auf Dl. 402 den Tractat Von sieben Graden der rechtenDemut = LXVIII meiner Sammlung.
Die Notiz bei JBach Meister Eckhart, Wien 1864S. 158 n. 27, nach der im Cgm 46 Fol. 21 ein Brief Hein-richs von Nördlingen an die Ebnerin stehen soll, beruht aufIrrtimm, wie mir Steinmeyer versichert. Hat Bach an dieDocenschc Abschrift gedacht, die die Signatur c 46 trägt?woher dann aber Fol. 21?
Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass dieAufzeichnungen der Margaretha Ebner in lateinischer Über-setzung im Jahre 1744 durch, Prior Anton Holdermann vonMediingen, (Dominikanerkloster, 3 Stunden von Medingen)nach llom an die Predigermönche zur Prüfung gesandtwurden, von der ihre kirchliche Anerkennung abhängen sollte.Diese wurde zwar in Aussicht gestellt, es fehlt aber anweiteren Nachrichten darüber. Vgl. Lechner Margarcth vonCortona 322, vgl. 247. 251. 260. — Die hie und da inmeinen Anmerkungen mitgetheilten Lesarten aus einer latei-nischen Übersetzung der Offenbarungen verdanke ich Denifle;sie sind entnommen einer in Born befindlichen und wegenBcatiflcation der Margaretha verfassten Handschrift ausdem vorigen Jahrhundert. Es wird schon hier erwähnt, dassM nicht das Original, sondern zwei Jahre später geschriebensei. Das Original war wol schon im vorigen Jahrhundertnicht mehr vorhanden. Die Schrift ist gut und sehr deut-lich, das Ganze in 95 Abschnitte getheilt, auch das Pater-noster übersetzt. Wenn diese Handschrift nicht geradezuidentisch ist mit der im Jahre 1744 nach Born gesandten,so ist doch die in beiden niedergelegte Übersetzung sicher-lich ein und dieselbe.