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Die Herren von Rodenstein : nebst der Sage von den Wandergeistern auf Schnellerts und Rodenstein
Entstehung
Seite
86
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Systeme früherer und späterer, so acfeyerten Philo-sophen, hatten sich einer so einfachen und doch so festenGründung und eines so herrlichen Fortganges nicht znerfreuen. Woran liegt diesi? an nichts anderem, alsan dem Gepräge feiner Göttlichkeit; .innere Stärke undWahrheit gaben Sieg und Gedeihen allerorts; die Re-ligion Jesu hat ihre Bekenner weder durch Reitznngender Wollust geworben, noch durch der Waffen Ge-walt gezwungen; Ueberzeugung ist ihre Einladungdoch, wehe dem, der sie leichtsinnig von sich weißt.*)

Betrachten wir ferner die Urthcile und erfreulichenBekenntnisse über die Christus-Religion eines Leibnitz,Ncütsn, Vörhaven, Hallcr, Pussendorf, Pütter, Käst-

*) Die leichtsinnige Abweisung der Lehre Jesu, hat un-ter den Menschen gar mancherley Gründe. Der einekann sie mit ssiner bizarren Lebensweise nicht in Ein-klang bringen; der andere will mit seinem eigenenGuten, daß er sogar im Uebermaße zu besitzen glaubt,vor dem Gott der Geiechtigkeit rrscheincn und wasdergleichen mehr ist. Am lächerlichsten aber kommtmir jene Classe der Menschen vor, tie sich dieserLehre sogar schämt. Und was ists in der Regel, wo-durch sie zu dieser erhabenen Gesinnung gelangt sind?Antwort! manchmal der Rock, der Hut oder sonstetwas, womit dieser oder jener seinen Körper bedeckt.Sollte man aber glauben, daß Schneider und Hut-macher eine solche Despotie über die Menschheit aus-zuüben im Stande wären!