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Die Herren von Rodenstein : nebst der Sage von den Wandergeistern auf Schnellerts und Rodenstein
Entstehung
Seite
84
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Pcnmier, daß er einzelne Tharsachen, wo Handlungendes Zlbcrgiaubens ein nachlhciiigcs Licht auf die ReligionJesu warfen, oder wo Narren in religiöser Schwärmerei)das Wort Gottes mißbrauchten (und welches Gu-.e kannnicht mißbraucht werden?) auf Rechnung der geiffeubar-ten Religion überhaupt ausdehnt und sie ni't denschwärzesten Farben ausmalt. Sollten wir aber darum,weil ein Narr mit einem Lichte ein Haus anzündenkann, den Gebrauch aller Lichter untersagen, oder alleTreppen abbrechen, damit niemand herunterfalle? Manschreit, der Aberglaube ist das größte Ungeheuer, wel-ches schon so vieles Unheil in der Welt angerichtet«Ihr habt recht, ihr lieben Leute, doch möchte ich bit-ten, die Sache aus dem rechten Gesichtspunkte zu be-trachten. Man nehme die Geschichte zur Hand, unduntersuche einmal die einzelnen Rädelsführer, welcheeine Nation, die im Aberglauben versunken lag, zumAufruhr und Empörung gegen ihre Obrigkeit auf-reihten.

Diese Unmenschen sind nichts weniger als Aber-gläubische, oder wozu man sie gerne machen möchte,Christen, sondern anerkannt verkappte Freygeistcr, -welcheunter der Larve der Religion, den großen Häuft»in seinem Aberglauben schändlich mißbrauchen. DerAberglaube ist eine mißvcrflandenc Religiosität, die sichauf Menschen-Sahuugcn gründet, der an und für sichganz unschädlich scyn kann, »nd bcy welchem sich allebürgerliche Pflichten treu ausüben lassen. Aber wehedenen, welche ihn mißbrauchten, wenn er erwacht, sein