54 Erstes Hauptst. u. Abschn. Ueber St. L»
vor allen andern behauptete. Gewiß waren diedortigen größere und kleinere Vasallen, (darfman sagen: unmittelbare und mittelbare?) aufdie Erblichkeit ihrer Lehen eben so eifersüchtig,wie es alle andere in den übrigen Hauptprovin-zen nur immer gewesen seyn mochten!
X- Vor seiner Wahl zum teutschen Könige be«fand Er sich in dem Verhaltniß gegen die Bi»schösse, wie das ohngefahr bey allen Herzogthü»mern vorwaltete, (k) Die Bischöffe suchten zun»Nachtheil der Herzoge eben so sehr sich zu berei«chern, als die Zahl ihrer Vasallen zu vermehren.(i)ErstereS erleichterte ihnen der überhand genom-mene Geist der Schenkungen, und lezteres be»förderten die Zeitumstande, in welchen die Hau»sigkeit und vermeinte oder wahre Nothwendigkeitder Lehensaufrrägen zu gleichen Schritten gien«gen. Gegenüber haben aber auch die Bischöffevon den weltlichen Großen vieles gelitten, (k)Konrad hatte nun den Vischösten, besonders denRheinfrankischen, (!) seine Wahl nicht wenigerzu danken, als dem Beifall des Volks, undkonnte darum wohl nicht klüger thun, als dersel»ben beiderseitiges Interesse bey der ersten bestenGelegenheit schicklich zu befördern, zumalen erdie Vasallen so nöchig, als die hohe Clerisey
brauch»
(b) Schmidt a. a. O. IV. 255. 269.
(i) das. iv. 257- 2Z8. 280.
(k) daselbst IV. 266.
(i) ebendaf. V. 10.