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Stammbaum der Familie des Dr. Martin Luther
Entstehung
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Stendrich in der Altstadt ab, lag auch bei diesem krank, und starb am27. nicht 29. October (Vgl. das Leichenprogramm, wovon man dieUnterschrift Die Simonis lullue (28. Octbr.) mit dem Eingang Iiei'i(27. Oct.) mortnus «st zusammenzustellen hat.) Seine Beisetzungerfolgte unter großen Feierlichkeiten, selbst unter zweimaligem Geläuteder Glocken des Schlosses, und die Universität lud durch ein Pro-gramm dazu ein. Kann man nun auch glauben, daß die Universitätvon ihrem Gaste nicht genau wußte, ob er ein oder mehrere Kinderhinterließ, sondern den Wunsch, daß Gott seine Kinder trösten wolle,zumal da das Programm in größter Eile verfaßt wurde (wie dieWorte des Eingangs beweisenlleii e«t moi-tmis") und zu Ein-ziehung weiterer Erkundigung keine Zeit war, mit Herrn GR.Voigtnur für eine möglichst allgemein gehaltene Formel ansehen: so wußteman doch in Königsberg nothwendig, daß er in Preußischen Dienstennicht gestanden hatte. Denn sonsthätte man derselben indem Programmgedacht: wo es vielmehr ausdrücklich heißt: Vixitin »ick» Ilucnin8sxoni»e et Illeetoris krunclenllui'Aensi«, coii«ilik»giie ressnilcki-eae ackwvit. Wenn es weiterhin heißt: ^nte alignot anno« ctiainin lluc Illnstrissiini ?iincipis ^Ibeiti, Dueis Lornssine (hentnelecoiclntionis.) nuln vixit, et in llso is>«nsen6einin nostrn voluitesse civi8 etc., so läßt sich nach den in Urkunden des Archivs vorlie-genden Nachrichten, wie Herr GR. Voigt mir schreibt, dies nur aufseine Studienzeit (1549 bis 51) und auf seinen Aufenthalt in Ge-schäften des Herzogs Johann Wilhelm v. Sachsen-Weimar (1563bis 1564) beziehen. Ueber mehrere Kinder von ihm verlautet nunin der That nirgendswo etwas, sondern nur von der Catharina. Da-her selbstder jesuitische Schriftsteller Engelhard in diesem Umstände so-gar einen göttlichen Fluch sucht. Die Jesuiten scheinen aber dannwieder, wie Herr Becker sehr richtig sagt, eine Luthersche Familie,weil sie von ihnen zum Katholicismus geführt worden wäre, durchAn-knüpfung an den Reformator selbst zu einer Kränkung der Luther-schen Familie und Sache haben benutzen wollen. Der Erfurter,wie der Schleswiger Stammbaum bringen, ein jeder einen Sohndem Joh. Luther zu, und nehmen ein jeder für den seinigen den Nico->aus und den Martin, die Stelle der Erstgeburt in Anspruch, undsetzen demnach die Catharina jeder dem Seinigen nach. Ohne michaus eine Erörterung über die verschiedenen Behauptungen oder Ver-