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muthungen einzulassen, bemerke ich hier nur das Thatsachliche,wodurch man nachweisen kann, in welche Zeit die Anstellung undHeirath des Rathes Johannes Luther zu setzen ist. Ich benutze dazudie Inschrift des Leichensteines seiner Tochter Catharina, Gattin desPastors 41. Böhme an der Bergkirche zu Eilenburg, welche in Si-mons Chronik der Stadt Eilenburg Seite 160 abgedruckt ist:
„Im Jahre Christi 1609 d. 17. Tag des Weinmonates zuMittage nach 12 Uhr, ist auf herzliche Anruffung Jesu Christi sanfftund selig entschlafen die Erbare Ehren- Viel- tugendsameu. Gottes-fürchtige Matron Catharina, geborne Lutherin, ihres Alters 55 Jahre,Herrn 41. Nicolai Böhmens, Pfarrers dieser Kirche herzliebste treueHaust-Frau, dieser Seelen Gott genade, und Ihr am jüngsten Ta-ge eine fröhlige Auferstehung zum ewigen Leben verleihe durch JesumChristum. Amen!"
Aus dieser Inschrift ergiebt sich mit arithmetischer Gewißheit ihrGeburtsjahr 1554. Eben daher ist auch in der Angabe, daß ihre Ael-tern sich im Jahre 1553 vermahlt haben, ein Widerspruch nicht zufinden. Von der andern Seite her wird, indem man von dem 15.Juli 1551 an, wo Joh. Luther von Königsberg abgegangen war, dieZeit zu der Reise nach Frankreich und Italien anschlug, es nicht un-wahrscheinlich, daß nach seiner Rückkehr bis zur Anstellung und haus-lichen Einrichtung das Jahr 1553 heran kam. — Ich muß es aberauf sich beruhen lassen, ob diese Zeitrechnung mit den genealogischenVermuthungen und Berechnungen der Schleswiger, der Erfurterund anderer Lutherfamilien zusammenstimmt oder nicht. Ich kanndie Wahrheit nicht anders machen, als sie ist.
Mir scheint aber mehr noch, als auf die Frage der Erstgeburt,es hier auf die Frage anzukommen, ob überhaupt Johannes außerder Catharina noch Kinder gehabt hat. Daß dieses nicht unmöglichsei, wer könnte dies in Abrede stellen wollen? Indessen ist das Zeug-niß der Universität Königsberg in dem Leichenprogramme in Bezugauf lib«zi-o8 (Kinder) aus den angegebenen Gründen nichtzureichend,den Widersprüchen Anderer gegenüber, in Ermangelung kirchlicherNachrichten an allen den Orten, wo Johannes sich aufhielt, Weimar,Gotha, Berlin (Stettin?) und Königsberg, jene Vermuthungen
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