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Stammbaum der Familie des Dr. Martin Luther
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als 100 von ihm verzeichneten sehr ehrenwerthen Nachkommen ge-worden ist. Ich erwähne dieselbe hier nur, um die Aufsindung einerStelle dieser Familiengruppcn, wenigstens unter den Verwandten,wenn nicht unter den Nachkommen des Reformators zu veranlassen,und dann später nachzutragen. Die Anfänger dieses Geschlechts sindin Halberstadt, Wernigerode und der Umgegend zu suchen.

Beilage zum S. Stammbuchblatte.

Paul Luther.

Wenn man über die Söhne des Reformators ein vergleichendesUrtheil abgeben soll, so kann sich dieses nur auf ihre äußere Erschei-nung und Stellung zum Leben beziehen. Denn über ihren Charak-ter, ihre Talente, über die Entwickelung derselben und ihre Bildungsind wir zu wenig unterrichtet, um ein solches hinreichend zu begrün-den. Obgleich Seckendorf über Johannes sehr gering urtheilt, so ge-währte er doch seinem Vater als Kind, und wie die Briefe an ihn undden Nector Crodel zu Torgau beweisen, auch als Jüngling durch seineFähigkeiten und deren Ausbildung viele Befriedigung und Hoffnung,erhielt auch nach des Vaters Tode von der Universität Königsbergein ehrenvollesZeugnißundsehrbaldvomHerzogJohann FriedrichdemMittlern eine nicht gewöhnliche Stellung als Rath, und als er von ihm,der Grumbachischen Wirren wegen sich beurlaubte, ein vortrefflichesZeugniß. Er zeigte aber gerade durch das Austreten aus seinenvieljährigen Verhältnissen seinen sittlichen Werth und ein ihn sehrehrendes Selbstvertrauen, welches auch Kurfürst Joachim v. Bran-denburg durch eine sofortige Anstellung in seinem Dienste zu ehrenwußte. Ueber Martin, welcher zurückgezogen lebte, haben wir keinUrtheil. Ueber Paul dagegen können wir nach allen den Belegen,welche sein Leben und seine Schriften und namentlich auch die aufhiesiger Rathsbibliothek befindlichen Handschriften bieten, mit Recht