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mit. Die Herrschaft der Wiedertäufer endiget sich durch die Ein-nahme von Münster am 25. Juni.
1535. Der König von Frankreich entschuldiget sich wegen Hin-richtung von Protestanten, und ladet Melanchthon ein nach Frank-reich zu kommen; der König von England und die Stadt Augsburgschicken zu einem Vertrag über Glaubensartikel Gesandte nach Wit-tenberg; der Schmalkaldische Bund nimmt zu; die Universität Wit-tenberg ist des Gesundheitszustandes wegen eine Zeit lang in Jena.Luther leidet an Schwäche und Schwindel.
1536. Der Schmalkaldische Bund, der sich wieder vergrößert,wird auf 10 Jahre erneuert. Am 30. Januar war die erste Helve-tische Confession erschienen. Bucer und andere Theologen kommenzu einer Einigung über eine Glaubensformel nach Wittenberg. DerKurfürst befiehlt Luthern nicht von dem Augsburgischen Bekenntnißabzugehen. Die Eintrachtsformel wird am 29. Mai unterschrieben,zu der auch die Augsburger treten. Im Junius wird die päpstlicheBulle angeschlagen, welche die Kirchenversammlung zu Mantua an-kündiget. Der Kaiser begrüßt daher die Protestanten in einem gnä-digen Schreiben. Der Kurfürst befiehlt denWittenberger Theologen,Artikel für die Kirchenversammlung aufzusetzen.
Luther übersendet zu Anfang des Jahres 1537 dem Kurfürstendie SchmalkaldischenArtikel und geht im Februar über Altenburg nachSchmalkalden, wo man außer diesen Artikeln auch das AugsburgischoBekenntniß und die Apologie unterschreibt. Die Protestanten erklärendem dazu gekommenen päpstlichen Nuntius schriftlich ihren Beschluß,nicht zur Kirchenversammlung nach Mantua zu kommen. Luthergiebt seinem Collegen Kreuziger den Auftrag zu Veranstaltung einerAusgabe seiner Werke. In Dänemark wird König Christian III.von Bugenhagen gekrönt, und Superintendente statt der Bischöffeeingesetzt. Luther bezeigt den Schweizern seine Freude wegen ihresAnschlusses an die Eintrachtsformel.
Der König von Dänemark tritt dem Bunde zu Braunschweigim April 1538 bei, wo Luther zu erscheinen durch Unwohlseinbehindert ist. Daher bittet er diesen König, er möge auf Ein-tracht in der Lehre halten. Man beschließt eine Gesandtschaft an denKönig von Frankreich, mit dem aber der Kaiser einen zehnjährigenWaffenstillstand abschließt. In diesem Jahre stellte dem Schmal-