W
Kopsschmerzen unfähig zu arbeiten, sonst mit Uebersetzung des A. T.(Jesaias undSirach) beschäftiget.— Johann derBeständige stirbt am16. August zu Schweinitz, an dessen Sterbebette Luther mit Melanch-thon stand. Johann Friedrich der Großmüthige folgt. Der Kaiserläßt durch Mainz und Pfalz die Friedensverhandlungen fortsetzen,Kursachsen nimmt daran Theil und Luther räth, daß man dabei nichtallzugenau gehe. Die erste Zusammenkunft hat in Halle im Februar,dann in Schweinfurt im April statt. Schluß des Neligionsfriedensin Nürnberg am 23. Juli, der vom Kaiser in Regensburg durch einEdict vom 2. August bestätiget wird. Die Visitationen und Secu-larisationen gehen auf der einen Seite fort, und auf der andern diesiscalischen Prozesse, wogegen Kursachsen bei dem Kaiser einkommt.Luther schickt dem Fürsten von Anhalt den Prediger Nie. Hausmann,empfiehlt einen Superintendenten nach Soest, warnt den Rath zuMünster unter andern vor den Sakramentirern. In diese Zeit fälltsein Brief von den Schleichern und Winkelpredigern. Auch bitteter bei dem König Friedrich von Dänemark für den gefangenenKönig Christiern.
1533. Kaiser und Papst erklären ihre Geneigtheit, eine Kir-chenversammlung zu halten. Luther wird wegen der Erklärung andie Gesandtschaft des Kaisers und Papstes vom Kurfürsten zu Rathegezogen. Georg bedrängt die Evangelischen zu Leipzig, und da Lu-ther sie ermuntert in ihrem Glauben zu beharren, so weiset er sie fort,beschwert sich über Luthern bei dem Kurfürsten und wechselt mit die-sem viele Briefe. Luther schreibt eine Verantwortung der aufgeleg-ten Aufruhr von Herzog Georgen w., und die Kleine Antwort aufHerzog Georgens nächstes Buch; ferner an die Geistliche Versamm-lung zu Homburg über den Kirchenbann, an den Rath zu Augsburgüber Zwingli's Lehre, sucht die Geistlichen in Nürnberg zu versöhnen.Er wünscht dem Fürsten Georg von Anhalt und dem Stadtrath zuBremen Glück zur Reformation.
1534. Luther giebt die Schrift von der Winkelmesse und Pfaf-fenweihe heraus, und schreibt an Erasmus und an Amsdorf, auf desletztern Veranlassung ein Sendschreiben. Clemens VII. stirbt am25. September und Paul III. wird am 13. October Papst. Lutherhat mit dem Fürsten Joachim zu Anhalt eine Unterredung, giebt Me-lanchthon eine Instruktion zu den Verhandlungen mit Bucer in Cassel
7»