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[Hauptbd.] (1833)
Entstehung
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Ph. Willi. G., die ihm ebenfalls baar eingesandt waren, von denjenigen, die das zu tinin verpflich-tet waren, nicht aus dem Nachlass des Verstorbenen zurückgefordert wurden, ist freilich zu be-klagen, aber Ph. Willi. G. trägt die Schuld davon nicht. Der dadurch erlittene Verlust ist obenAbschnitt 3. näher angegeben.

So lobenswerth diese Absicht Ph. W. G. auch war, das Kapitalvermögen der Stiftung zuvergrössern, so waren doch einige Mittel, die er dazu wählte, nicht ganz zu billigen. Er erklärtenämlich den Administratoren, dass kein Stipendiat die volle im Testament festgesetzte Summe von50 Rthlr. erhalten könne, und dass die bis dahin hie und da herrschend gewordene Sitte, öfter als3 Mal das Stipendium zu zahlen, allmählig ganz aufhören müsse. Dann blieb er sich in seinenZahlungsanweisungen für die Famiiianten nicht gleich, indem er einigen 40 Rtlilr., andern nur20 Rtldr., überhaupt nach Willkühr auszahlen liess, ungeachtet hierin das Testament alle Fami-lienglieder gleich stellt. Diese Willkühr zog ihm jedoch mitunter Unanneh mli c hk eiten zu, indemeinige Stipendiaten, sich auf das Testament stützend, um Aufklärung dieser willkührlichen Anwei-sung baten. Er gab sie nach Befinden der Umstände bald nachgebend, bald abweisend. SeineWillkühr zeigte sich auch darin, dass er zuweilen an Extraneen das Stipendium verlieh, undbesonders unwürdige Familienmitglieder mit sein- bedeutenden Summen unterstützte. Ph. W. G. starb,nachdem er lange, nämlich 37 Jahr, Patron gewesen war, 1791 zu Worms.

Nach seinem Tode blieb das Patronat bis zum Jalne 1799 imbesetzt und der Administratorverwaltete interimistisch die Geschäfte desselben, bezeiclmete aber in den von ihm eingereichtenStipendientabellen den Senior der Familie Christian Elias Hoppe Ziesemeister zu Salzwedel alsden Patron. Als nun das Consistorium zu Magdeburg als damalige Aufsichtsbehörde in Stipendien-angelegenheiten an den angeblichen Patron eine Verfügung erliess, protestirte er gegen die An-nahme derselben, indem er sich niemals um die Verwaltung des Stipendii bekümmert habe, auchwegen seines hohen Alters (er war damals 78 Jahr alt) sich darum zu kümmern nicht geneigt sei.Weitere Aufklärungen sind über dies sonderbare Interimisticum nicht zu geben, da ausser den an-geführten wenigen Notizen, die sich zerstreut in den Acten finden, alle weitere Nachrichten fehlen.

Unter dem 3. Novbr. 1799 erwählte darauf die Familie in Salzwedel, da der Senior, der oben-genannte Clu-. Elias Hoppe und der Subsenior, der Hofrath Frese das Patronat nicht übernehmenwollten, den Johann Christian Wilhelm Schulze, damals Justizdirector in Osterburg, nachmalsTribunalrichter in Salzwedel und nach der Wiederbesitznahme der Altmark durch die Preussen,Assessor beim Land- und Stadtgericht zu Salzwedel, zuletzt mit dem Titel eines Justizraths, zumPatron der Stiftimg. Es war eine solche Wahl um so nöthiger, da auch der Administrator unter-dess 1798 gestorben war und die Stiftung keinen einzigen Beamten hatte. Zunächst erwählte derneue Patron Schulze zum Administrator und Lehnträger den damaligen Regienmgs - Referendarius inMagdeburg Friedrich Philipp Carl Gerden, der nachher Bürgermeister in Acken und zuletzt Land-und Stadt-Gerichts-Assessor in Wanzleben war, einen Sohn des letzten Administrators ValentinFriedr. Gercken. Dieser hatte sich auch schon seit dem Tode des Vaters der Stiftung angenommenimd das Vermögen derselben in der Zwischenzeit verwaltet. Für den Patron aber fanden sich vielGeschäfte, die sich während der langen Vacanz des Patronats bedeutend gehäuft hatten. Als Al-les in Ordnung zu sein schien, gingen ihm andere Weitläuftigkeiten hervor aus einer unordentlichen

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