Druckschrift 
[Hauptbd.] (1833)
Entstehung
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Zweiter »Jlbschnitl.Das Testament von Nicolaus (iercken.

Vorbemerkung. Das Original des Testaments ist, wie im 4tcn Abschnitt mit Mehrem auseinandergesetztwird, bei der Einäscherung Magdeburgs 1631 oder durch Lintlie's Unredlichkeit verloren gegangen.Aber schon vor der Zerstörung Magdeburgs sind vidimirte Abschriften vorhanden gewesen, undvon einer solchen ist die bei den Testamentsacten sich befindende genommen und vollständig be-glaubigt. Der folgende Abdruck ist diplomatisch genau nach derselben gefertigt, und, um Nichtsan dem Ganzen zu ändern, ist auch die Abschrift des in demselben Bande enthaltenen und vondemselben Notar zugleich mit dem Testamente beglaubigten Schuldbriefs der Stadt Magdeburg unterNo. 2. mit abgedruckt.

No. 1.

Im Nalimen der Heiligen nnzertlieilten Dreyfaltigkeit, Gottes des Vaters, Gottesdes Solmes vnndt Gottes des heiligen Geistes, Amen,

Ich Nicolaus Geriefte emes Hochwirdigen Domcapittels der Primat Ertzbi-schöflichen Kirchen zu Magdeburgk, Syndicus etc. Uhrkunde vnndt bekenne, hier-mit öffentlich gegen Jedermenniglichen,

Nachdem ich mir zu Gemuete vnndt Sinne geführet, das ich wegen meinerSunden, gleich allen andern Blenschen sterblich hinn, vnndt uf dieser Welt nichtgewissers als denn Todt nichts vngewissers aber als desselhigen Stunde zugewart-ten habe, Vnndt gleicliwoll nicht gerne, ohn einen hestendigen letzten Willen,Testament oder Ordnung, wie es nach meinem Tode, mit meinen zeitlichen Gu-tern, die mir der Almeclitige Gott, gnediglichen bescheret, vnndt die ich zumTlieil von meinen liehen Vater seliger ererbet, zum Theil mit meinen schwerenDiensten erworben und ersparet habe, gehalten werden soll, von dieser Weldtabscheiden wolte, Das ich demnach bey guter Gesundheit, Vorimnfft, Sinn imdVorstandt, diesen meinen letzten Willen vnndt Testament in scriplis gemacht,geordnet und beschlossen,

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