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[Hauptbd.] (1833)
Entstehung
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Vierter Abschnitt.Geschichte der Verwaltung der Stiftung.

Erste Periode.

Vom Tode des Stifters bis auf Sebastian Gercken 1610 JG-17.

Nach dem Testamente des Stifters sollte die Gattin desselben od dies vitae sämmtliche Zin-sen und Kornpäclite behalten. Ob sie sich gleich 1613 wieder verheirathete, so genoss sie dochsämmtliche Einkünfte bis zu ihrem Tode, der den 30. Januar 1621 erfolgte. Als Testamentarien,deren Namen im Testamente auszufüllen der verstorbene Syndicus unterlassen hatte, wurden unterdem 9. März 1611, von dem Administrator des Erzstiftes Magdeburg, Nicolaus Binde Canonicusund nachher Decanus des Collegiatstiftes Petri et Pauli, dessen Vater, Bürgermeister zu Salzwe-del, mit der ältesten Schwester von Johannes G., Vaters des Stifters, Barbara verlieirathet war,und Nicolaus Gercken, Joachims Sohn, Vicarius bei dem Stift Sebastian und nachher Frühpredigeran den Kirchen Sebastian und Nicolai, bestätigt. Als Patron wird Georg Gercken Kaufmann inSalzwedel genannt. Er war der Sohn von Nicolaus G. Oheims des Testators. Eines besondernAdministrators geschieht keiner Erwähnung und scheint es, als wenn der Testamentarius NicolausG. die Administration zugleich geführt habe, oder vielmehr, dass gar keine Verwaltung Statt fand,indem ausdrücklich bemerkt wird, dass Nicolaus G. gar keine Stipendien ausgezahlt hat. Als Ur-sachen werden angegeben: die im Magdeburgischen wegen der leichten Kupfermünze ausgebrocheneEmpörung, die grosse Theurung in Magdeburg und die Gräuel des 30jährigen Krieges. Die am10. Mai 1631 erfolgte Zerstörung Magdeburgs brachte natürlich Alles in die grösste Verwirrung.Die ganze Bibliothek ward ein Raub der Flammen, eben so ein grosser Theil der Documente.Der Testamentarius Nicolaus Gercken des Testament. Nicolaus Binde geschieht gar keiner wei-tem Erwähnung brachte zwar einen Sack mit Documenten und Papieren nach Kalbe an derSaale und deponirte sie in der dortigen Kirche, gerieth aber selbst in Oestreichische Gefangen-schaft. Seine Lage war traurig, von den rohen Soldaten ward er von Ort zu Ort fortgeschleppt.Um sich zu lösen, verkaufte er zu Eisleben an den dortigen Superintendenten Hufen Acker beiGross - Mühlingen, die dem Testament gehörten. Kaum merkte der geldgierige Oestreichische