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also sich annehmen und mit ihren eigenen Mitteln, ohne zuthuung unserer Beutel solcheeinrichten solten, Weil ich aber mit allen Knifften daran gewesen und es pro posse gethanund dass Meinige nicht allein bey einrichtung Iii er in gesteckt, sondern dem einen hier demandern dort etwass pro stipendio aussgezahlet, da beneben die thcuren Lehnbrieffe nach u.nach gelöset, erbzinscn abgegeben, aussweisung angeschaffet, schwere geld fressende pro-cesse geführet, und Noch viel reisens, Ja lauffens und rennens entstanden, welches vormir Keiner weder Nicol, Gericke, noch bei guten Zeiten, weder Johann Linthe Gethan, sowerde ich Ja noch so viel meritirt haben, dass die lieben Meinigen Vor allen andern Mitgehörigen Stipendiis angesehen werden, Zu mahlen, da ich dem Hrn. Rath Mathen nochnichts abgeschlagen habe, will Er ein Stipendium pro fdio suo haben, so wird er ja beydir schrifftlich oder Mündlich, den auch bey mir darum ansuchung tliun, wen dass bey mirgeschiht, will ich dran seyn, dass ihm so viel möglich satisfaction gegeben werde, dieserWegen hatt weder der Hr. Bruder noch ich wass vor ihm etwass widriges Zu besorgen; oderbesorget der Ilr. Bruder des Himmels Fall u. Eingehen? Ich versichere, er soll unsererZeit woll bestehen bleiben, ast undanek in fine laborum ... So bin ich auch parat, meinerechnung abzulegen, obwoll es Keiner vor mir gethan, allein es wird sich die FreundschafftZu vor erkleren Zu einem gewissen Jährlichen salario, oder auch geschehen lassen, dassich meine Mühe und arbeit nach advocaten manier auffschreibe u. in rechnung bringe UndMich bezahlen lasse. Dieser Sachen wegen ich Meinen Sohn Georg Friedrichen nechstensübersenden werde, Gantze Freundschafft resolution hierüber einziehen lassen werde. Wiees aber Von Nicol. Gercken vicar. Zu seinen Zeiten mit dem provision und collationibus ge-halten worden, solches hatt der Hr. Bruder auss bey gefuhrten Copien deren originalia ichsehr wohl auffgehoben, Massen mir dass Geld ex Testam. nicht unbillig werden Mass, nacli-richtlig Zu ersehen, da ich anders nicht, alss auff 3 Jahren mit dem verordneten stipendioder 50 Rthlr. an die Stadt hall versehen worden, wie es nun dazumahl gehalten worden,so muss es noch Gehalten werden, wundert mir dahero nicht wenig, dass der Hr. Brudersich so moros hierin bezeiget, da es doch über alle Maass schwer halten wird, ehe icheinen heller oder pfennig auss der Cammerey bekomme, weil die Cammer kantz erschöpftist, also, dass diese Gute Stadt anitzo mit denen Capitalien schwer beleget werden müssen,sonst dass von Sr. Churf. Durchl. begehrte subsidium nimmer auffgebracht werden können.
Schliesslich ersuche den Hrn. Bruder Nochmalen, Meinen Sohn Sebast. also zu providi-ren, •wie ich gebethen, und Mein project, so Zu des Hrn. Bruders Verbesserung stehet imMunde führet, und bei Zeigern Zu übersenden. Ich will schon meinen Hrn. SchwagerB. Muthen, nachdem er pro filio ein Stipendium begehren wird, sowohl deinen Sohn Sebast.gerecht werden, welches in Eil bey Gottesschutz, getreulich Zu allen Wohlergehen empfohlen,mit bitte deine liebe Haussfrau, samt geliebten Kindern und Hrn. Eidamm von mir u. denlieben Meinigen dienstl. u. freundlich Zu grüssen. Verbleibe des Hrn. Bruders
Magd. d. 17. Febr. 1677. dienstwilliger
Sebastian Gericke.