Druckschrift 
[Hauptbd.] (1833)
Entstehung
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Reisekosten n. tlgl. Auch gelangte er während seiner ganzen Administration nicht in den vollenBesitz der Einnahme. Und gesetzt auch, er hätte die ansehnlichen Vorschüsse der ersten Jahre,die er nur durch eine frugale Lebensart, und durch angestrengte Thätigkeit in seinem Amte herbei-zuschaffen im Stande war von der Familie in Salzwedel erhielt er nie einen auch nur den ge-ringsten Zuschuss nach und nach wieder zurückgenommen, wer würde ihm dies verargen kön-nen? Und für alle seine Mühe und Arbeit erhielt er keine Entschädigung. Wahrlich! es ist unsere,es ist der Nachwelt Pflicht, das Andenken dieses Restaurators des Stipendiums in Ehren zu halten.Er starb im Juli 16S0.

Anmerkung . Ein einziger Brief dieses Sebastian an seinen Bruder Valentin G. in Salzwedel, der Patron während der gan-zen Zeit seiner Administration war, findet sich noch in den Acten, der liier folgen mag, da er den Belag zumehreren obigen Behauptungen gieht, auch cliaracteristisch ist.

An Herrn Valentin Gerickens p. temp. Patronoin Salzwedel geschrieben.

Freundlicher lieber Herr Bruder und Gefaxter.

Dein unterm dato d. 5. Febru. abgelassenes, ist mir Zurecht worden, ersehe mit mehrendarauss, als besorgest« bey unserer Gantzen Freundschaft wass quades, sonderlich auchvon Hrn. Rath und Bürgern. Muthen, als welcher seinen Sohn auff der univers. Franckfurthabe und vor seinem söhn ein Stipendium begehren würde, Ich auch noch nie reclmung ab-geleget hette. Daliero der Hr. Bruder und Gefatter Meinen Sohn Seb. mit dem 3 jährigenStipendio bei Einem E. ratli allhier nicht versehen, noch die begehrte collation demselbenausteilen konnte. Worauff in Antwort: Es kommt den Hrn. Bruder dass im T. enthaltenejus patr. Zu und Keinem andern, daliero ihm vor andern Zu kommt, solche collationes an-zustellen und dass wieder ihm keiner; Er sey auch Wer er wolle, verärgern können. 2) Soist Mein söhn itzo der aller Nächste dem es billig gebührt. 3) u. bin ich die persohn, dermit seynen eigenen Mitteln ein so überauss, bey dem langwierigen Kriege gar zu Grundegegangenes Werk mit Gott angegriffen, da sich in der Gantzen Freundschafft kein einig in-dividuum finden wollen, der daZu Geschickt, so ich nach Gottes willen in Ao 639 da ichdass consummatum est mit Klarer stimme von mir gab abgedrückt hette, wer weiss wie esmit dem Testam. bewandt, ob auch ein Mensch sich einen Gr. darauss Zu erfreuen. Ichhabe es noch nothürfftig zu beweisen, dass Nicolaus Gericke Archidiaconus zu LychenSOORthlr. Vorschub von der Freundschafft begelircte, ehe er aulf Magdeb. reisen, so einüberaus schweres werk durch wieder einrichtung angreiffen wollen. Ich vor meine Wenig-keit halte dafür, dass wen Man ihm 1000 Kthlr. im Beutel gesteckt, er solches nicht prae-stiren können, sondern nachdem solches geld unnütz Verwand, wieder davon reisen unddass werck im stecken lassen müssen; der Herr Bruder halte davor, dass es Kein Geringes,propriis sumtibus ein solch werck an Zu Greilfen, Wo würde ich oder du woll solche leutefinden u. antreffen, der oder die Meine oder Deine ruinirte Gütter, do wir dergleichen hetten,