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[Hauptbd.] (1833)
Entstehung
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belegten Kapitalien hervorgingen. Da indess bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts der jedesmaligePatron nicht darauf hielt, dass alljährlich Rechnung gelegt ward; die Administratoren auchgrossentheils dies zu thun unterliessen; so dass erst nach deren Tode von den Erben derselbenRechnung gefordert ward: so fanden sich bei dem Abschluss der Rechnung häufige Defecte, wo-durch die Stiftung zu allen Zeiten empfindliche Verluste erlitt. Bis zum Jahre 173S lässt sich dar-über nichts Specielles mehr nachweisen, da die Rechnungen bis dahin fehlen; aber aus einzelnenNotizen lässt sich scliliessen, dass auf diese Art bedeutende Summen verloren gingen.

Von 1738 an lassen sich folgende Verluste nachweisen:

1) Im Jahre 1763 gingen bei der Reduction der schlechten Münzsorten nach den Rechnungen ver-loren 782 Rthlr. 13 Gr. 3 Pf.

2) Während der Administration des Canonicus Joh. Fr. Gercken 1763 1771 biisste die Stiftungein 1034 Rthlr. 10 Gr. 74 Pf. incl. 671 Rthlr. Gold.

3) Während der Justizrath Ph. W. Gercken Patron war, wurde der jedesmalige Bestand baar anihn eingesandt. Ueber die Verwendung mehrerer Kapitalien finden sich die Nachweisungen inden Rechnungen, andere kommen nicht nieder zum Vorschein, und die Familie versäumte es,bei Regulirung des Nachlasses desselben diese Gelder zur Liquidation zu bringen. Die dadurchverursachten Verluste betragen 782 Rthlr. 16 Gr. 10 Pf. incl. 302 Rthlr. 16 Gr. Gold.

4. Während der Administration des Ass. Gercken erlitt das Stipendium einen Verlust von 6236 Rthlr.13 Sgr. 10 Pf.

Die Summe dieser Verluste an baarem Gelde von 1738 bis 1S19 beträgt demnach 8856 Rthlr.7 Sgr. 3 Pf. incl. 973 Rthlr. 20 Sgr. Gold.

Aus diesem Allen ergiebt sich folgendes Resultat der Verluste:

1) An Kapitalvermögen 4500 Rthlr., die 2000 Rthlr., die nur 2 proC. tragen, nicht mitgerechnet.

2) 11 Morgen Acker ganz in der Nähe von Magdeburg.

3) 6 Wspl. 5 Schffl. 5j- Metzen Waizen und 10 Schffl. lOf Metzen Roggen jährliche Pacht.

4) Sämmtliche Original-Documente, die ganze Bibliothek und eine sehr beträchtliche Anzahl Acten.

5) An baarem Gelde von 17381819 8856 Rthlr. 7 Sgl'. 3 Pf. Dies beträgt einen Kapitalwerthvon 24 bis 25000 Rthlr.

III. Gegenwärtiges Vermögen der Stiftung.

Ungeachtet der grossen Verluste ist der Vermögenszustand der Stiftung noch immer sehr be-deutend und beträgt nach der Rechnung vom Jahre 1831:

1) An Kapitalien 9400 Rthlr. Gold 11550 Rthlr. Cour.

2) Acker- und Wiesenpacht 486 55 13 Sgr. 9 Pf.

3) Kornpächte 8 Wspl. 21 Sclifil. 144 Motzen Waizen, 1 Wspl. 6 Schffl. 8 Metzen Roggen.

4) Schoss 1 Rthlr. 26 Sgr. 3 Pf.