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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
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Fünfter A b s ch n i t t.

In eben demselben Jahre erreichte er die Erfüllung des schon so längsgehegten Wunsches, den bisherigen Capellenpredigerdienst zu Estorf zu einer«wirklichen Pfarre erhoben, und außer Gemeinschaft mit der Mutterkirche zuLandsbergen gesetzt zu sehen. Ursprünglich hatte nemlich der Geheime-Rächund Ober-Appellations-GerichtS-Prastdeut W. L. von Fabrice 1000 Rchlr.Capital ausgesetzt, damit ein Candidat der Theologie in Estorf zum Cautor,Schusichrer und Capellenprediger angesetzt werden könne. Dieser sollte dieKinder unterrichten, in dastger Capelle air den Nachmittagen der Sonn- undFesttage Gottesdienst und Caccchismuslehre halten, auch bei Krankheiten undsonstigen Verhinderungen des Predigers zu Landsbergen die Frühpredigrenverrichten. Diese Stiftung hatte seiner Zeit der Churfürst, nachmals KönigGeorg der Erste, landesvaterlich gnadig aufgenommen, bestätiget, und dasPatronatrechl über solche Stelle dem Stifter und seinen Nachkommen unterm6. Mai 1712 verliehen. So wie in der Zeitfolge die Volksmenge in denDorfern sich vermehrte, und selbst die Kirche in Landsbergen zu sehr beengte,war der wechselseitige Wunsch einer Trennung gestiegen. Der Pastor Wede-kind zu Landsbergen machte selbst die diesseits schon lange gehegte, abernicht in Ausführung zu bringen gestandene Idee der Trennung wieder rege.Es war jedoch noch immer äußerst schwierig, ein Auskunftsmittel zu ersinnen,wie dieser Nothwendigkeit des Bedürfnisses abgeholfen werden könne. Jmmittelststarb der Pastor Wedekind im Jahre 180h-, und nun wurde die Vacanz benutzt,um den Endzweck, wo möglich, zu erreichen. Nicht der Patron, sondern dieGemeinde Estorf machte den Antrag. Die Kirchen-Commission überzeugtesich von der Nothwendigkeit, und nahm die Sache mit raschem Eifer aus.Die Gemeinden Estorf und Landsbergen wurden durch Vergleich, wo die Ge-meinde Estorf sehr bedeutende Aufopferungen machte, wegen der bisherigengemeinschaftlichen Parochial Verhältnisse auseinandergesetzt. Der Graf HeinrichErnst gab das bisherige Pcttronatrccht über die Schullehrerstelle in Estorf auf.