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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
Entstehung
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Vorrede.

<^)le nachsichtige Beurtheilung, welche mein Versuch einer Geschlechtsgeschichteder Herren Behr gefunden hat, läßt hoffen, daß dieser anderweite Verbuchjener Art nicht als eine Frucht unbescheidener Anmaaßung betrachtet werdenmöge.

Der Standpunkt, welchen die Glieder des hochgräflichen Hauses der Her-ren von Schwicheldt von jeher in der Reihe der Edlen des Landes eingenommenhaben, giebt so manche Veranlassung zugleich die Tagsgeschichte des Landes mitzu berühren, wo sie handelten. Hauptsächlich war dies das vormalige Hoch-stift, jetzt Fürstenthum Hildesheim, dessen besondere Geschichte noch immer nichtvollständig erschienen ist. Manche kleine Bruchstücke derselben sind in die vor-liegende Arbeit verwebt. Es mußten jedoch nur Bruchstücke seyn, weil sie nursoweit berührt werden durften, als es zum Faden der gegenwärtigen Geschlechts-geschichte unumgänglich nothwendig war, damit der eigentliche Zweck nichtverloren gehen möge. Vielleicht gewinnt es das Ansehen, als wäre dieserCharacter bei der Erzählung der Veranlassung zur Soltauer Schlacht undsogenannten großen Stiftsfehde nicht gehalten, indem die Gebrüder vonSchwicheldt damit nicht in der Maaße verflochten waren, daß eine solcheUmständlichkeit im Vortrage erforderlich gewesen sey. Allein der Grund dazuberuhet darin, den Leser in den Stand gesetzt haben zu wollen, selbst entschei-den zu können, ob die Gebrüder von Schwicheldt auf Seiten des Bischofs vonHildesheim, oder auf Seiten des Herzogs Heinrich des Jüngern von Braun-schwsig-Lüneburg, Wolfenbüttelscher Linie gefochten hätten? Ein Dunkel schwebtüber diese Frage, welches sich mit Gewißheit nicht vertauschen läßc.