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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
Entstehung
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Erster Abschnitt.

A c l t e st e Kunde der Familie.

§. 1.

,^Hn dem dunklen Raums der Vorzeit, wo man sich mit bloßer Angabe derTaufnamen begnügte, eine genaue Reihefolge eines Geschlechts vom Vater aufSohn fortführen zu wollen, gehört zu den Unternehmungen, die selten befrie-digen. Nicht jedermann ist geneigt, sich in den Jdeengang zu versetzen, welchendie Einbildungskraft des Erzählers geschaffen hatte, um alles Vorgetragene sichals wenigstens höchst wahrscheinlich zu denken; und so geht gar leicht beisolchen Darstellungen der historische Glaube zu Grunde. An Dichtungen gränzenVorträge der Art; und die Geschichte verlangt nicht Dichtung, sondernWahrheit. Diese letztere besteht aber darin, daß man das Zweifelhafte vondem Beurkundeten absondere, und nichts für etwas Anderes ausgebe, als wasdasselbe würklich unumstößlich gewiß ist.

Diesem Grundsatze gemäß, wird man hier aus der frühesten Zeit keine Anrei-hungen von Namen erwarten dürfen, deren Reihefolge nicht in Urkunden oder son-' stigen sicheren Quellen der Vorzeit ihren gewissen Grund gefunden hat. Daß des-halb bis zur Mitte des lüten Jahrhunderts nicht auszufüllen gewesene Lücken habenvorfallen müssen, wird nicht auffallend erscheinen können. Wie schwer wird nicht

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