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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
Entstehung
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Die sogenannte Tuuzenhausensche Linie.

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Conrads von Schwicheldt auf HÜ06 RGfl. 8 Mattier 1 Pf. an Capital aus,die ihm bis zum Abtrage verzinset werden sollten. Es waren auch hier dieselben31 Bürgen gestellt, deren oben im §. hl. gedacht worden ist; allein Conraderhielt so wenig Geld, als die Brüder seines Vaters.

Durch die Schmalkaldenschen Bundesverwandte war zwar im Jahre 15H5die Liebenburg zur Deckung der desfallsigcn Capitalien und Zinsen an die vonSchwicheldt in Gemeinschaft zurückgegeben: und unserm Conrad wurde dasAmt Bilderlah für das obengedachte besondere Capital äe anno 15329000 RGfl. und 2H0 fl. damals darauf nur rückständige Zinsen zum nußnieß-liehen Pfandbesiße eingeräumt. Inzwischen währte dieß nicht lange, indemder Herzog Heinrich flnr. bei seiner Rückkehr in seine Lande obengedachterMaaßen am 20. August 15H7 ihm Bilderlah durch Christian von JannewiHwieder entreißen ließ.

Ueber die weiteren Handlungen und den Lebenslauf dieses Conrads vonSchwicheldt weiß man nichts weiter zu sagen, als daß er in SächsischenDiensten gestanden, Hauptmann zu Weissensee gewesen, das Gut Tunzen-hausen, wovon seine Linie den Beinamen erhalten hat, gekauft; seine Vetternin die Gesammtbelehnung wegen dieses Guts hat mit aufnehmen lassen; am17. Juni 1550 verstorben, und zu Tunzenhausen beerdiget sey.

Der Namen seiner Gemahlin ist nicht bekannt; aus der Ehe mit selbigerist aber ein Sohn, Jobst Heinrich genannt, nachgeblieben.

§. 51.

Dieser Jobst Heinrich war Hofrath in des Churfürsten August vonSachsen Diensten, und ist von seinem Lebenswandel auch nur sehr wenigNachricht vorhanden.