238
Vierter Abschnitt.
Seinen Antheil an den Familiengütern hiesiger Lande und Gegendverkaufte er auf Michaelis 1565 an feine Vettern, Conrads des Dritten undLudwigs von Schwicheldt Sohne, für 8200 Gfl., von welchem Kaufgeldeihm laut Urkunde snb Nro. 251. sofort Ä200 Gfl., die übrigen K000 Gfl.aber bald nachher bezahlt sind.
Im Jahre 1566 war er mit 6 Pferden im Gefolge des Churfürstenvon Sachsen auf dem Reichstage zu Augsburg. *)
An Henuig von Bortfeldt verkaufte er auch im Jahre 1573 fein GutTunzenhaufcn und eine Mühle zu Wundersleben für 30,000 Nthlr. Da sichjedoch feine Vettern hiesiger Lande mit in der Gefammtbelehnung über diesesGut befanden, und ihr lehnsvetterlicher Confens zu diesem Verkaufe begehrtwurde, verlangten sie zuvor, daß er seinem vormaligen Versprechen gemäß15,000 Rthlr. von diesem Kaufgelde sicher belegen, und zu Lehnsstamm machensolle. Dieß zu erfüllen war er nicht mehr geneigt, und es scheint, daß,obgleich seine Lehnsvettern den verlangten Confens nicht ausgestellt haben, den,noch der Verkauf des Guts vor sich gegangen sey, und 'man sich hernachwechselsweise nicht weiter darum bekümmert habe. Wenigstens findet sichspäterhin über diesen Gegenstand nichts mehr angemerkt.
Jobft Heinrich starb km Jahre 1578 und hinterließ aus seiner ehelichenVerbindung mit einem Fraulein von Goldacker aus dem Hause Uffhoff, so vielman weiß, vier Sohne, nemlich: 1. Alexander, 2. August, 3. Jobst Heinrichund t,. Christian; ob auch Töchter vorhanden gewesen sind, ist nicht aufge,zeichnet worden.
') Nie. Mamerani von Lützelburg Beschreibung des Reichstags zu Augsburg nnno rS66.