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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
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Dritter Abschnitt.

gebührt das Pferd sammt Sattel und Zeug, worauf ein Bischof von Hildes-heim seinen Einzug halt. Jetzt habe der Churfürst sich eines Wagens anstattdes sonst gebrauchlich gewesenen Pferdes bedient. Dadurch dürfe und könnedas Herkommen nicht geschwächt werden, und müsse deshalb das gebrauchteTransportmittel ihm anheimfallen. Der Churfürst konnte das Recht des Anspruchsnicht in Zweifel ziehen, wollte jedoch gern seinen Wagen und Pferde behalten.Die Sache wurde in Güte ausgeglichen, und der Churfürst verschrieb ihmdeshalb unterm 26. April 1652 die Einkünfte des Dorfs Upen im Amte Lieben-burg auf die nächsten 3 Jahre nach dem Ableben des General-Majors vonPithan, welcher damals die Einkünfte dieses Dorfs als Leibrente auf Lebens-zeit bezog.

In eben diesem Jahre 1652 trat Ludwig zum katholischen Glaubensbekennt-nisse über, wurde bei dem Churfürsten Kammsrherr, am 9. November 165t»Rittmeister, und am 8. Februar 1656 Obristlieutenant und Oberkommandantüber die angeworbene ganze Stiftshildesheimsche Kriegs-Mannschaft zu Roßund zu Fuß. Bald hernach, und zwar am 3. März 1657 verließ er in seinemHause zu Goslar das irdische Leben, und wurde im Kloster Woltingerods mitallen in der katholischen Kirche gebräuchlichen Feierlichkeiten zur Gruft gebracht.

Während seiner militärischen Laufbahn in KöniglichSchwedischen Dienstenhat er sich mit Margarethe Behr, Tochter des Geheimen Cammerraths undGroßvoigts zu Zelle, auch Drosten zu Ahlden, Johann Behr am l^l. December16-^1 vermählt, und hat mit selbiger keine Söhne, wohl aber ^ Töchter erzeugt,nehmlich: Catharine Marie, welche jung verstorben; 2. Dorothea MargaretheFranziska, so mit dem Rittmeister Jacob von der Bockhorst und nachmalsanderweit mit einem Herrn von Kerssenbruch vermählt; 3. Gertud Anna Louise,

°) Mein Versuch einer Geschlcchtsgeschichte der Herren Behr. Z. /w. xuß. iog.