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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
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Das altere Hildesheimsche Haus. 221

selbigeu aber aus Lucie von Hodenberg entsprossen, ist um so weniger bekannt,als die Familiennachrichten einer zwiefachen Ehe nicht einst erwähnen.

§. 42.

Ueber die Lebensgeschichte des zweiten, dritten und fünften Sohns, Hans,Heinrich und Bartold ist nichts weiter bekannt, als daß Haus vor feinemVater, Heinrich, am 29. Januar 1561 zu Goslar, und Bartoldt amFreitage nach Lätare 1567 zu Vraunfchweig unverheirathet verstorben sind.

§. 43.

Außer der thätigen Theilnahme am Kriege gegen den Herzog Heinrich juu.von Braunfchweig, welcher bereits im §. tzi. beschrieben ist, und außer einigengemeinschaftlichen Handlungen mit seinem Bruder Conrad, die im folgendenParagraphe erzählt werden sollen, ist von Brandt, Ludwigs viertem Sohne,zu bemerken, daß er, im Kriegsgetümmel auferzogen, von sehr heftiger undunfreundlicher Gemüthsstimmung gewesen zu seyn scheine. So stellt ihn einunter Vermittlung des Burchard von Cramm son., Heinrich von Salder,Hans Frese und Achatz von Veltheim am Tage Allerheiligen 1567 zwischenihm und seinem Bruder Conrad einer Seits, und Conrad und Jobst vonSchwicheldt, Conrads des Dritten Söhnen, abgeschlossener Vergleich übermehrere wechselseitige Mißverständnisse dar. In demselben verspricht Brandunter andern ausdrücklich, sich in Zukunft gegen seine Vettern und derenDiener jederzeit freundlich zu bezeigen, und sie weder wörtlich, noch thatlichzu mißhandeln. Der Inhalt des Vergleichs selbst giebt klar an die Hand,daß mehrere durch selbigen nunmehr beseitigte Streitpuncte durch BrandtsDrohungen und Thätlichkeiten veranlaßt waren, und namentlich hatte er denSchreiber seiner Vettern, Hennig Witte, geschlagen. Dieser Letztere erklärtesich, wie die buchstablichen Worte des Recesses lauten: „zu dienstlichen Willen