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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
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Dritter Abschnitt.

und Gefallen der Vermittler, sintemal sie solches begehrt, die empfangenenStreiche, Schmerzen und Schmach Gott dem Herrn befohlen zu seyn, ver-gessen und sich deren gänzlich verzeihen und begeben zu wollen."

Der beklagenswerthe Hennig Witte hatte die Schlage nun einmal bekommen,und mußte sie behalten. Um inzwischen seine desfallsige gutmüthige Erklärungin etwas zu belohnen, wurde im Recesse hinzugefügt:daß dieser Vergleichseiner Ehre und Glimpf unverweislich und unvorgreiflich," das heißt, nichtnachtheilig seyn solle! Eine trostliche Beruhigung!

Brand war übrigens bei dem Einzüge des Herzogs Julius in Braun,schweig NI1Q0 1569 im Gefolge mit drei Pferden und hat sich im Jahre1571 mit Metta von Rössing, des Halberstädtfchen Erbmarschalls Lippold vonRössing Tochter, vermahlt, jedoch in unfruchtbarer Ehe mit selbiger gelebt.

Im Jahre 1580 kaufte er ein Haus zu Goslar in der sogenanntenSchwicheldtstraße, und beschloß allda am 15. Octbr. 1581. Seine nachgelasseneWitwe hat sich am 2H. Mai 1585 anderweit mit dem Domherrn Friedrichvon Arnstedt zu Magdeburg vermahlt, und ist am Z. April 1592 verstorben.

§. 44.

Conrad, Ludwigs von Schwicheldt (§. hl.) ältester Sohn, war im Jahre1515 geboren, und begab sich im Jahre 1535 an des Landgrafen Philippvon Hessen Hof zu Cassel, wo er seine fernere Ausbildung erhielt. Mit demHeere dieses Landgrafen kam er awir« I5t>2 wieder in sein Vaterland zurück,wodurch er den Unwillen des Herzogs Heinrich jun. von Braunschweig so sehrgegen sich vermehrte, daß ihm der Herzog diesen Feldzug als Rebellion undHochverrath anrechnete, auch noch lange nachher nicht verzeihen konnte. Daher

*) Rcthmcyer Br. Lüncb. Chronik Th, 2. i>sg. 96Z.