Das altere Hild esheim sche Haus. 1^3
bebauet seyn würde, als in welchem letzter» Falle jedem Theile freistehen solle,den Tauschvertrag alljährlich wieder aufzurufen.
Aus der Urkunde vom Jahre lll59 (Nro. 175.), worin Bethmann vonHoym die Versicherung ertheilt, daß, wenn wegen derjenigen ll00 si. Braut-schätz, welche er seiner mit Ludolph von Veltheim vereheligten Tochter Heilwigismitzugeben versprochen, und für deren Bezahlung Conrad sen. von SchwicheldtBürgschaft übernommen habe, dieser Bürge oder dessen Erben etwa zurBezahlung würden angestrengt werden, er, Bethmann von Hoym, ihm dieVienenburg, woran ersterer 680 fl. stehen habe, einräumen wolle; hieraus,sage ich, ersieht man, daß Eonrad von Schwicheldt nicht alleiniger Pfandinhaberder gedachten Burg damals gewesen seyn könne. ,
Eben so kann ihm damals die Liebenburg noch nicht allein versetzt gewesenseyn, indem ein altes Goslarsches Manuscript behauptet, die Stadt Goslarhabe ihm im Jahre ill60 für geleistete gute Dienste 500 Rthlr. an denjenigen3000 fl. erlassen, welche die Stadt an der Liebenburg zu fordern gehabt hatte.
Im Jahre Ill59 erwarb er sich von Heinrich von Knkestedt 22 MorgenLandes auf dem Felde zu Kniestedt, welche Letzterer in der Anlage 176. zuGunsten Conrads Lon. dem Bischöfe Ernst von Hildesheim refutirte. Gleicher-geftalt refutirte Siegfried von Hoym im Jahre 1^61 (Nro. 177.) ebendem-selben Bischofs die Lehngüter zu Levede und Gylte zu Gunsten Conrads ssn.,der auch am St. Agnes-Tage desselben Jahrs sofort vom Bischöfe damitbelehnt wurde. Diese Grundstücke gehörten vormals denen Herren von Levede,welche um diese Zelt ausgestorben seyn werden, und sie waren auf Siegfriedvon Hoym vermöge einer ihm und seinem Sohne Gerhard von dem BischöfeBernhard von Hildesheim im Jahre 1Ü53 ertheilten Lehnsanwartschaft gekommen.Die Lehnsanwartschaft erstreckte sich zwar auch auf eine Wiese zu Lochern,