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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
Entstehung
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Dritter Abschnitt.

gegen jeden Ueberfall und Beraubung zu schützen, ihnen allenthalben beizu,stehen, und ihrer Feinde Feind zu seyn, nur nicht gegen den Bischof vonHalberstadt. Conrad sen. scheint diesen Vertrag geschlossen zu haben, ummit Ruhe und Sicherheit wegen seiner Besitzungen nach dem Münsterlandeziehen zu können. Zu Hause hatte er nun in der Person des Hennigs vonNeindorpp einen getreuen Beschützer.

Uebrigens ist diese Urkunde auch für die Rechtsgeschichte damaliger Zeitenmerkwürdig, indem aus selbiger hervorgeht, daß wenigstens die Söhne desAdels mit dem zurückgelegten löten Lebensjahre so weit mündig waren, umselbst Urkunden zu vollziehen und zu besiegeln. Denn Hennig verspricht, daßseine Söhne Heinrich und Hans diesen Vertrag mit vollziehen und besiegelnsollten, sobald sie mündig, nemlich, fügt er hinzu, 16 Jahre alt gewordenseyn würden.

Aber auch Conrad gen. scheint in jenem Münsterschen Kriege bedeutendenSchaden gelitten zu haben, den er durch Anleihen zu decken suchen mußte.So verpfändete er nebst seinem Vetter Aschwin und seinen eigenen Söhnenzum Beispiel im Jahre 1456 (Nro. 173.) die Gefalle aus der Mühle zugroßen Forste an Heinrich Sasse in Hildesheim für 450 fl. und die Hälftedes Oberhauses Lutter an die Stadt Goslar für 50 Mark Silber. Vielleichtwar er auch selbst, oder doch viele der Seinigen, bei der Niederlage des Her-zogs Friedrich, ohnweit Varlar, in Gefangenschaft gerathen, zu deren Lösunger das Geld bedürfte.

Im Jahre 1457 schloß er mit Heinrich von Salder einen Tauschcontracc(Nro. 174.) ab, nach welchem er den halben Zehnten zu Equord an Heinrichvon Salder gegen Land und Höfe zu Westharingen, auch l'/z Fuder Haferaus dem halben Zehnten zu Equord auf so lange Zeit abtrat, so lange er,Conrad sen., auf der Liebenburg wohnen würde, oder bis Westharingen