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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
Entstehung
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Dritter Abschnitt.

gewiß sey, ergiebt der Inhalt des Erbauseinandersetzungs-Vertrages vom Jahre1L28 (Nco. 135.), wo sie ausdrücklich als Schwestern und Bruder genanntwerden. Ob aber diese beiden Töchter in den Familiennachrichten nicht auchirriger Weise dem Ritter Heinrich (§. 19.) zugeschrieben sind, weil sie einerleiNamen führen, und auch als Klosterjungfrauen zu Woltingerode bezeichnetwerden; also das von ihnen Gesagte auf diese bezogen werden müsse, mußman billig dahin gestellt seyn lassen. Denn die Wahrheit zu ergründen, istum so weniger möglich gewesen, als die alten Nachrichten ihre Quellen nichtnamhaft gemacht haben.

§. 32.

Heinrich, des vorgedachten Heinrichs (§. 31.) Sohn, war, wie oben§. 19. schon gedacht ist, im Jahre 1A17 auf drei Jahre lang in HerzoglichBraunschweigsche Dienste getreten, und es ist seiner bei Erzählung der Hand-lungen seiner Oheime mehrfaltig gedacht worden.

Bei der Auseinandersetzung mit den Brüdern seines Vaters im Jahre1tl28 (Nro. 135.), wo er vielleicht die Jahre seiner Volljährigkeit erhalten,und dadurch vielleicht den Anlaß zur Theilung gegeben haben, folglich etwaim Jahre lll03 geboren seyn mag, wurde ihm 1) fünf Sechstheile des Hofeszu Oldenrode; 2) vier zehntfreie Höfe zu Ostharingen; 3) die Güter zu West-haringen, und 4) drittehalb Hufen Landes zu großen und kleinen Dornten zureigenen Benutzung und Verwaltung überwiesen.

Im Jahre ill30 übernahm er nebst neun Anderen vom Adel die Bürg-schaft für die Domherren Ludolph von Escherde und Hennig von Saldern zuHildesheim, auch für den Gitter Johann von Oberg, Ritter Härtung vonFrenke und für die Gebrüder Herbort und Härtung von Frenke, an welcheder Bischof Magnus von Hildesheim das Schloß Dachtmissen antichretisch