Das altere Hildesheimsche Haus.
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§. 31.
Heinrich, der dritte Sohn des Ritters Hans von Schwicheldt (§. 16.),und wahrscheinlich der älteste zweiter Ehe, ist oben bei Erzählung des Lebens,Laufes seines Vaters bereits verschiedentlich vorgekommen, und wahrscheinlichvor dem Jahre 1110 verstorben. Denn der Bischof Johann von Hildesheimsagt in der oben angeführten Urkunde vom Jahre 1115 (Nro. 125.) ganzbestimmt und ausdrücklich, daß die Gebrüder Brand und Conrad von Schwi-cheldt anira 1110 Ansprüche für stch und für Heinrich, ihren Vetter, gegenden Ritcer Heinrich von Schwicheldt wegen der vaterlichen Baugelder amSchlosse Westerhoff erhoben hatten. Dieser Vetter war Niemand anders, alsdes gegenwärtigen Heinrichs Sohn, wie aus mehreren andern Urkunden, woBrand und Conrad sen. Namens und für denselben handeln.
Dieses frühen Absterbens halber läßt stch über Heinrichs, HanS vonSchwicheldts Sohn, Lebenslauf wenig mehr sagen, als daß seine GemahlinJutta von Gittelde war. Dieß wird aus einem aufbewahrten Bruchstücke(Nro. 111.) von einer Dispofition ihres Vaters, Diedrich von Gittelde,welcher zu Anfange des I5ten Jahrhunderts annoch lebte, klar, indem zudieser Zeit kein anderer Heinrich von Schwicheldt vorhanden war, der hier indieser Urkunde gemeint seyn könnte. Des zu gleicher Zeit lebenden RittersHeinrich von Schwicheldt Gemahlin hieß Gerbergis, und wenn er hatte gemeintseyn sollen: so würde, seiner Ritterwürde halber, vor seinem Namen der Titel„Herr" gesetzt seyn, welchen Diedrich von Gittelde seinem eigenen Namenvorzusetzen auch nicht vergessen hat.
Aus dieser Ehe sind ein Sohn, Heinrich, dessen Schicksale im folgendenParagraphe beschrieben werden sollen, und zwei Töchter, Metta und Beate,welche Klosterjungfrauen zu Woltingerode geworden sind, erfolgt. Daß dieses