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Dritter A b s ch n i t t.
Lichtenberg. Die Herzöge von Braunschweig vorenthielten beides. Brandbeschwerte sich deshalb bei seinem Lehnsherrn, dem Bischof Magnus von Hil-desheim. Dieser ertheilte ihm eine Bescheinigung (Nro. 1^0.) im Jahre1^8 dahin, daß diese Pertinenzien würklich zum Erbmarschallamte des Stiftsgehörten, und daß er Niemand anders, als denen von Schwicheldt ein Rechtan selbigen zugestehe. Allein die Sache blieb, wie sie war, und die Erbmar-schalle sind niemals wieder zum Besitze und Genuß gekommen. Ein aberma-liger Beweis, wie schwach die Kräfte des Bischofs damals waren.
Brand unternahm im Jahre 1^50 eine Reise nach Rom, um der Feierdes Jubiläums beizuwohnen, und wahrscheinlich, um sich dadurch reichlichenAblaß zu verdienen. Er gelangte jedoch nicht zum Ziele. Er wurde auf derReise krank, starb, und ist im Kloster St. Clara zu Meran im gedachtenJahre begraben.
Seine Gemahlin war eine geborne von Veltheim, deren Taufnamen sichnicht angezeichnet findet, und wahrscheinlich sind aus dieser Ehe keine Kindernachgeblieben, wenigstens keine mannlichen Geschlechts. Denn nirgends findetman in der Folgezeit einen dergleichen handelnd vorkommen.
Man hat zwar vermeint, in der Fassung der Urkunde vom Jahre 1^53(Nro. 110.) und der vom Jahre 1550 *) eine Spur anzutreffen, daß derdarin benannte Aschwin ein nachgebliebener Sohn Brands gewesen sey. Alleinin der ersten wird der Schein durch die Jnterpunctation, und in der letztendurch Berichtigung des Druckfehlers gehoben. So lange sich daher keinebesseren Beweise werden auffinden lassen, muß man bei der Behauptungbeharren, daß Brand keine männliche Descendenz nachgelassen habe.
Itareuverg kist. Uixl. 6suäersli. xgg.