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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
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Das allere Hild es heim sche Haus.

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Bodo von Stollberg vererbfallt, welcher im Jahre 1436 unsern Brand vonSchwicheldt und dessen Bruder Conrad ssn. mit dem Patronatrechte über dieCapelle auf der Harzburg, über die Kirche zu Nienstedt unter der Harzburgund über die Kirche zu Bettingerode nebst vielen andern Gütern von neuembelehnt hat. (Nro. 137.)

Jetzt genoß Brand einige Jahre Ruhe, inzwischen ereignete sich im Jahre143Y ein Vorfall, welcher wiederum zu einer neuen Fehde Anlaß gab. HerzogOtto der Einäugige, Göttingenscher Linie, hatte sich bekanntlich in sehr vieleSchulden vertieft, und war genöthigt worden, fast alle seine Schlösser undGüter in nutznießlicher Pfandschaft wegzugeben. Es war mit ihm schon soweit gediehen, daß er im Jahre 1435 gesonnen war, die Regierung seinesLandes in die Hände seiner Rathe und Landstande zu übergeben. Mit einemsolchen Verfahren waren jedoch seine Agnaten nicht zufrieden. Herzog WilhelmDon Braunschweig griff ihn im Jahre 1437 kräftig unter die Arme und schoßdas Geld zur Bezahlung seiner Schulden und Einlösung seiner versetzten Gütervor. Brand von Schwlcheldt war auch in der Zahl der zu befriedigendenGlaubiger. Anstatt ihn zu befriedigen, hatte man ihm unvermuthet Pertinenzienweggenommen. Brand griff wegen dieser Unbilde zum Schwerdte, und kündigtein Gemeinschaft mit seinen Vettern anno 1439 (Nro. 138.) dem HerzogeOtto förmlichst den Krieg an. Ob solcher nun zum würklkchen Ausbruchgekommen, und welchen Ausgang er genommen habe, ist nicht bekannt, indemdarüber in den Familien-Documenten nichts weiter vorkömmt.

Im Jahrs 1440 belehnte er, als Familienältester, Eonrad Meyer miteiner Hufe Landes zu kleinen Förste, welche vorhin Ekhard und Lüdeke Gehringzu Lehn getragen hatte. (Nro. 139.)

Zu dem Erbmarschallamte des Stifts Hildesheim gehörte unter andernGutem auch der Zehnten zu Waldem und d ie sogenannte Stein Hufe im Amte