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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
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Das altere Hildes!) ei msche Haus.

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umsichtig man damals verfuhr, und daß die Kürze der damaligen Geschäfts,behandlung keineswegs der Vollständigkeit des Zwecks hinderlich oder schädlichwar. Hier war Legitimation und Ceffion in Betreff der Gläubiger, undAnerkennung von Seiten des Schuldners auf sehr kurzem Wege vollständigbeschafft.

In eben diesem Jahre 1115 verpfändete Brand von Schwicheldt undseine Brüder mit Bewilligung des Bischofs Johann von Hildesheim die vomStifte in Pfandschaft habende Hälfte des Oberhauses Lutter für 50 Marklöthigen Silbers an die Stadt Goslar. *) Hiernächst wurde er zur treuenHand seines Bruders Conrad ssn. im Jahre 1^18 (Nro. 126.) mit sechsHufen Landes zu Minsleben und mit einem Hofe in der Stadr Werningerodsvon dem Grafen Heinrich allda belehnt. Vielleicht sollte dieß ein kleinerErsatz für die Verlorne Harzburg seyn.

Oben §. 19. ist angemerkt worden, daß Brand und seine beiden Brüder,Ritter Heinrich und Conrad ssn., auch seines Bruders Heinrich Sohn,Namens Heinrich, sich im Jahre 1^17 verpflichtet haben, drei Jahrs langden Herzogen Bernhard, Wilhelm und Otto Kriegsdienste zu leisten. InGemäßheit dieses Vertrages haben sie den gedachten Herzögen unter andernin der Fehde gegen das Stift Werden, deren Ursache anderswo **) umständlichaus einander gesetzt ist, und auch in dem Kriege mit dem Erzstifte Bremenwegen der von den Burgmännern zu Langwedel, Thedinghausen und Hörne,bürg begangenen Unbilden tapferen Beistand geleistet. Die Folge war, daßsie mit mehreren anderen Rittern und Knappen in den Kirchenbann gethanwurden. Die Absolution von diesem erfolgte im Jahre 1122, und es wird

*) Braunschw. Anzeigen vom Jahre i/SS, Nro. 63. xsg. loo-r.

**) Vogell Geschlechtsgeschichte der Herren Vehr xsZ. irL se<i.

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