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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
Entstehung
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Zweiter Abschnitt.

wohl der Mühe werth gewesen wäre, in dem mit leeren Worten überladenenKaufbriefe mit aufgenommen zu werden. Erwagt man das Drückende einersolchen Schuldenlast für den damaligen Zeitraum, so kann man es nichtauffallend finden, wenn Bartold und seine Brüder es vorzogen, ihre väter-lichen Güter zu verkaufen, und fich im Auslande ein besseres Loos zu erringensuchen, als in dieser drückenden Last auszuharren, vorzüglich, da dieser Ver-kauf noch nicht einmal hinreichte, sich ihrer sammlichen hiesigen Schulden zuentledigen.

Denn am Montage nach Ostern desselben Jahrs 1539 ertheilt Berthold,wie er von seinen gedachten Vettern aufs neue 100 RGfl. borgt, ihnen dieBefugniß, den Adenberg, die Grefcnwiese und einen Meyerhof zu Haringenfür dasjenige Geld einzulösen und zu behalten, wofür diese Grundstücke vonseinen Vorfahren an das Domkapitttel zu Goslar versetzt waren.

Am Montage nach Quasimodogeniti 1A39 haben die sämmtlichen vonSchwicheldt einen allgemeinen Lehntag zu Peine wegen aller ihrer Aftervasallengehalten, und es ist zwischen hier und dem Jahre 15-11 Barthold verstorbenohne mannliche Leibeserben zu hinterlassen. Ob er überall jemals verheirathecgewesen sey, laßt sich nicht mehr erforschen.

§. 27-

Nach Barcholds Tode verkauften dessen Brüder Christoph und Moritzauch ihre noch übrigen Güter im Braunschweigschen, Lüneburgschen und Hildes-heimschen, mit alleinigem Ausschlüsse des Guts Harderode im Homburgschen,für 1500 Joachimsthaler und verschiedene schuldige Pfandschillinge, so sichüber 1500 fl. beliefen, auf Michaelis 1511 (Nro. 122.) an ihre Verreri!Ludewig und dessen Bruders Conrad Sohne, jedoch ebenfalls unter ausdrück-lichem Vorbehalte der Gesammtbelehnung.