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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
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Zweiter Abschnitt.

erwähnten Eonrad von Schwicheldt hinsichtlich der Güter zu großen Seeldeund Hera geschehen war, die ihr seeliger Vater im Jahre 1466 dem HermannSprenger antichretisch versetzt hatte. Bald darauf, nemlich im Jahre 1486,vergleicht er und sein Bruder sich mit seinen Vettern Conrad und Heinrichvon Schwicheldt wegen ihres Antheils an den vormals von ManderschenGütern, erhalten 300 fl. ausgezahlt und entsagen aller ferneren Anspracheauf immer.

Dieß (Nro. 113.) ist die letzte Urkunde, worin des Bertholds gedachtwird, und scheint er bald darauf ohne Nachkommen verstorben zu seyn, indemsein Bruder späterhin stets allein handelnd auftritt.

§. 23.

Gedachter Aschwin schloß im Jahre 1492 einen Vergleich mit seinemVetter Hans, Conrads jun. Sohn, wegen mehrerer entstandenen Irrungenab, worin (Nro. 113.) festgesetzt wurde, daß sie wegen der Gesammtlehne inder Gesammtbelehnung mit einander bleiben, und, falls einer von ihnen seinerGemahlin eine Leibzucht verschreiben mögte, sie sich solches wechselseits consentirenwollten. Er gestattete seinem Vetter, daß er das Dorf Flachstockheim sammtZubehör einlösen könnte, und es wurde ausgemacht, daß diejenigen Urkunden,welche ihnen gemeinschaftlich gehörten, bei der Carthaus in Hildeshelm nieder-gelegt werden sollten. Auf Johannis 1492 lösete Hans von Schwicheldt denan Gerke Pawel in Braunschweig versetzt gewesenen halben Zehnten zu Flach,stöckheim ein, borgte zu solchem Behufe 400 fl. vom Kloster Woltingerode,und versetzte dafür denselben sofort wieder an das Kloster, wo Aschwin alsBürge auftrat.

Hierauf scheint Aschwin sich nach Meklenburg gewandt zu haben, indemnun eine geraume Zeit lang seiner in hiesigen Landen nicht gedacht wird.